vor Ort Deilingen Ramadan: Furkan isst und trinkt tagsüber freiwillig nichts

Nachts um halb drei aufstehen, um ein Brötchen, eine Banane oder eine Dattel zu essen - für Furkan ganz normal. Der gläubige Muslim hat im Fastenmonat Ramadan einen anderen Rhythmus als sonst.

Nachts um halb drei aufstehen, um ein Brötchen, eine Banane oder eine Dattel zu essen - für Furkan ganz normal. Der gläubige Muslim hat im Fastenmonat Ramadan einen anderen Rhythmus als sonst.

Nicht nur auf Essen und Trinken verzichtet Furkan freiwillig zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Sondern auch auf Sex, Zigaretten oder auch Kaugummi. Der 22-jährige Muslim ist in einer gläubigen Familie aufgewachsen und hat mit 13 Jahren das erste Mal den kompletten Ramadan gefastet.

Es ist eine Frage der Motivation und des Glaubens und man kann ja in der Nacht alles nachholen.

Furkan

Dieses Jahr ist das Wetter bei Furkan auf der schwäbischen Alb ziemlich kalt. Perfekte Voraussetzungen, denn sonst würden ihm ein leckeres Eis oder auch ein kühler Energy-Drink ziemlich fehlen. Am meisten freut er sich abends auf ein Glas kaltes Wasser.

Niemand mit Worten verletzen

Während des Ramadans beschäftigt er sich auch viel mit dem Koran und seinem Leben. Viele Muslime versuchen schlechte Angewohnheiten wie das Rauchen loszuwerden. Furkan fastet in der Zeit von vier Wochen auch mit der Zunge, sagt er - er möchte niemanden mit Worten verletzen.

Ich finde es besonders toll, dass man so viel Zeit mit der Familie verbringt.

Furkan

Lahmacun, Hackbällchen oder schwarzer Tee

Für Furkan ist der Fastenmonat aber vor allem auch ein Monat der Gemeinschaft. Abends trifft man sich mit der Familie, mit Freunden oder auch anderen Muslimen zum Fastenbrechen. Und da wird dann gemeinsam lecker gegessen.