vor Ort Meßkirch Bauen wie im tiefsten Mittelalter!

Keine Bohrmaschine, keine Flex, kein Schraubenzieher - Megan aus Frankreich baut zusammen mit Freiwilligen und Handwerkern ein mittelalterliches Kloster auf. Nur mit der Technik von damals!

Auf dem "Campus Galli" ticken die Uhren anders. Hier läuft alles wie im Mittelalter vor über 1000 Jahren! Ochsen ziehen Baumstämme zur Baustelle, Holzbalken werden mit Äxten behauen und aus der Schmiede hört man den Hammer auf den Amboss schlagen. Es riecht nach verbranntem Holz, Tieren und Natur. Ganz viel Natur! Alles muss auf der Klosterbaustelle von Hand gemacht werden. Modernes Werkzeug oder Maschinen gibt es nicht!

Ich war zum ersten Mal einfach nur spontan als Besucherin auf dem Campus Galli. Und das alles hier hat mich so beeindruckt, dass ich mich gleich am selben Abend noch angemeldet hab, als Freiwillige zu helfen!

Megan

Wenns so weitergeht, wird der Bau des Klosters wohl noch die nächsten 80 Jahre dauern. Festlegen will sich da aber keiner mehr. Um das überhaupt stemmen zu können, braucht es freiwillige Helferinnen und Helfer wie Megan aus Frankreich. Die 17-Jährige hat gerade Abi geschrieben und macht jetzt quasi Sommerferien im Mittelalter. Wo sie arbeitet, hängt davon ab, wo Leute gebraucht werden. Gerade hilft sie in der Töpferei beim Abbauen von Lehm oder Töpfern und Brennen von Gefäßen mit.

Tagsüber Mittelalter - Abends WG-Leben mit WLAN und Co.

Megan ist schon zum zweiten Mal auf der Baustelle. Als Frewillige muss man mindestens eine Woche bleiben. So lange braucht man alleine schon, um eingearbeitet zu sein. Megan bleibt dieses Mal gleich mehrere Wochen. Wohnen kann sie in der Zeit im Freiwlligenhaus. Das liegt aber nicht auf dem Campus und bietet modernen Luxus wie warme Duschen oder WLAN!

Das ist hier eine ganz offizielle Baustelle und da darf man nicht übernachten. Und selbst wenn, wir brauchen einfach die Abwechslung. Man muss hier auch mal raus! Abends gibts dann ne warme Dusche, Jogginghose und WLAN!

Megan

Anders ist immer gut!

Wenn Megan nicht auf dem Campus knietief in der Lehmgrube steht, bereitet sie sich auf ihr Studium vor, das im Herbst ansteht. Den Führerschein will sie in die Ferien auch noch reinquetschen. Die Idee, auf dem Campus Galli mitzumachen, kam ihr nicht etwa weil sie ein totaler Geschichts-Nerd ist - in Geschichte war sie eher schlecht. Sie hatte einfach mal Bock auf einen alternativen Lebensstil. Privat fühlt sich sich im Punk-Lifestyle wohl!

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