vor Ort Reutlingen 8.000 Kilometer mit dem Fahrrad durch Nordamerika

Wahnsinn! Leo aus Reutlingen ist vergangenen Sommer alleine mit dem Fahrrad quer durch Alaska und Kanada bis nach New York geradelt! 8.100 Kilometer in 120 Tagen. Wir haben ihn, zurück in der Heimat, getroffen.

Ganz alleine auf dem Rad. Und das monatelang. Was sich nur wenige trauen, hat Leo gemacht. Sein einziger Begleiter: die Einsamkeit.

Es ist krass für so lange Zeit alleine zu sein. Man sieht alle halbe Stunde mal ein Auto. Das war's dann auch schon.

Leo

Lange hat sich Leo auf seine Reise vorbereitet. An eine Wand in seinem Büro hat er eine Karte von Nordamerika gezeichnet. Dort hat er die Strecke markiert und sich überlegt, wie er fahren will. Sein Equipment: 25 Kilo schwer. Sein Rad, ein paar Taschen mit Klamotten, ein Zelt, Schlafsack und ein Container mit Essen und Trinken. Außerdem noch ein GPS-Tracker, damit man ihn findet, falls er verloren geht und eine Kameraausrüstung.

Ich hatte ja eine Drohne dabei. Mit der habe ich gesehen: außer der Straße ist da nix, kein Haus. Einfach nur Natur. Man genießt es und gleichzeitig hat man Angst.

Leo

Das Rad, mit dem Leo unterwegs war, ist eigentlich gar nicht für solche Touren geeignet: ein Rennrad. Das hält so viel Strecke am Stück eigentlich nicht aus.

Glück gehabt, dass nichts passiert ist. Nicht Verstand, sondern Glück!

Leo

Geschichten hat Leo viele zu erzählen. Von einem Indianer, mit dem er einen Elch beobachtet hat, von Bären und Widdern, die ihm begegnet sind. Und von Wildpferden, die seinen Weg gekreuzt haben.

Seine nächste Reise hat Leo noch nicht geplant. Sie kommt aber bestimmt, sagt er. Für ihn sind solche Abenteuer immer das richtige Risiko.

Die Frage ist doch, was das größere Risiko ist: dass man bei so einer Fahrt einen Unfall hat, oder dass man die Fahrt gar nicht macht?

Leo