vor Ort Tübingen Immer Ärger mit Feiernden in der Altstadt?!

Wenn's draußen warm ist, wird's am Wochenende gerne mal etwas lauter in der Altstadt. Und das sorgt immer wieder für Ärger! Was die Tübinger Partypeople dazu sagen, siehst du im Video!

Im Sommer wird der Holzmarkt bei der Stiftskirche gerne mal zur Freiluft-Bar. Mitten in der Altstadt. Zwischen schicken Altbauwohnungen, Studi-WGs, Bars und Kneipen.

Klar, da sind Konflikte vorprogrammiert: Zwischen Anwohnern, die wegen grölender Partygänger nicht schlafen können und den Feiernden, die nun mal irgendwo hin müssen, um zu feiern. Das Partyleben findet in Tübingen eben hauptsächlich in der Altstadt und in der Mühlstraße statt.

Bußgeld fürs Rumgrölen

Ärger gibt es deswegen immer wieder - vor allem wegen Leuten, die nachts laut grölend durch die Straßen ziehen. Nächtlichen Ruhestörern will Bürgermeister Boris Palmer jetzt Bußgelder verpassen. Denn streng genommen gilt zwischen 22 und 6 Uhr die Nachtruhe.

Das heißt: Keine lauten Unterhaltungen, kein Singen, Schreien oder Grölen. So stehts in der Tübinger Polizeiverordnung. Bisher gab's dafür nur eine Ermahnung, in Zukunft wirds teuer.

"Wer in die Altstadt zieht, muss eben damit rechnen, dass es laut wird."

Student

Den Konflikt zwischen Anwohnern und Partyvolk gibts wahrscheinlich schon so lange, wie es in Tübingen Studenten gibt. Wenn's draußen richtig schön warm ist, setzen sich die wenigsten gerne in eine volle Bar. Da will man draußen sein.

Das sei ja auch völlig in Ordnung, so Rainer Kaltenmark vom Ordnungsamt. "Es müssen einfach beide Seiten aufeinander Rücksicht nehmen!" Das ist aber wohl nicht immer ganz so einfach. Zwar werde die Polizei in letzter Zeit schon sehr häufig alarmiert, allerdings auch nicht viel häufiger als in den letzten zwanzig Jahren.

Im Sommer wurde es immer schon laut. Viele haben dann die Fenster offen oder sitzen auf dem Balkon, daher bekommen die den Lärm überhaupt mit.

Michael Schaal, Polizei

Hotspot Mühlstraße

Die Mühlstraße ist immer wieder im Mittelpunkt der Diskussion. Hier stehen bei gutem Wetter gerne mal 200 Leute zwischen Schaf, Ribi und Lustnauer Tor. Schon seit einiger Zeit soll kein Alkohol mehr von den Bars auf die Straße verkauft werden. Das werde aber nicht konsequent eingehalten, sagt der Ordnungsamtsleiter Kaltenmark.

Sicherheitskräfte vor den Bars sollen dafür sorgen, dass sich die Partymeute von der Tür zusammenreißt, nicht zu laut ist und vor allem nicht auf der Straße herumsitzt.

Vom Ribi oder dem Hot-Dog-Schuppen mal eben schnell über die Straße rüber zum Schaf laufen - ohne zu gucken. Das kann schnell gefährlich werden. Das nervt vor allem die Busfahrer, die sich an manchen Wochenenden quasi einen Weg durch das sitzende Partyvolk suchen müssen.