vor Ort Tübingen So trainiert die inklusive Cheerleader-Gruppe "Blue Poisons" aus Tübingen

Egal ob mit oder ohne Behinderung - bei den "Blue Poisons" ist jeder willkommen. Gemeinsam wird getanzt und Spaß gehabt!

Egal ob mit oder ohne Behinderung - bei den "Blue Poisons" ist jeder willkommen. Gemeinsam wird getanzt und Spaß gehabt!

Emely ist 21 Jahre alt und kommt aus Gönningen im Kreis Reutlingen. Seit fast drei Jahren ist sie Teil der "Blue Poisons" - eine inklusive Cheerleadergruppe aus Rollifahrern und Läufern, mit und ohne Handicap. Die Gruppe gehört zum Rollstuhlsport- und Kulturverein Tübingen e.V.

Cheerleading im Rollstuhl - jeden Samstag wird trainiert

Immer samstags, von 14.00 Uhr bis 15.30 Uhr, treffen sich die acht Mädels samt Trainerin in der Sporthalle der BG-Unfallklinik. Dann wird sich erstmal aufgewärmt. Danach geht es an die Choreografien für die Auftritte. Da machen die Mädels zum Beispiel auch richtige Pyramiden. Das größte Highlight bisher war ein Auftritt bei den Basketballern der Tübinger Tigers, schwärmt Emely. Die "Blue Poisons" treten aber auch zu Jubiläumsfesten, beim Tübinger Erbe-Lauf oder zu anderen Events auf.

Jeder ist willkommen!

Die "Blue Poisons" suchen dafür noch Tänzerinnen und Tänzer. Alle, die Lust hätten, dürften gerne einfach im Training vorbei schauen. "Dann sieht man gleich, wie cool die Truppe ist und wie viel Spaß wir zusammen haben", sagt Emely.

Jeder macht so mit, wie er kann

Als Emely mit Cheerleading anfing, hatte sie keine Vorkenntnisse. Mit Sport hatte sie auch nie wirklich etwas am Hut. "Das Cheerleading hat mir aber so Spaß gemacht, dass ich dabei geblieben bin," erzählt sie. Die "Blue Poisons" treten in selbst genähten Cheerleader-Outfits in blau und silber, samt Glitzerpuscheln auf. Dabei macht eben jeder so mit, wie er kann. Manche sind stärker eingeschränkt, andere weniger. Die Cheerleader helfen sich dann gegenseitig bei den Tänzen.

Manche haben immer noch Berührungsängste, was Behinderte und Rollstuhlfahrer angeht.

Emely

In der Gruppe seien alle total offen gegenüber Rollifahrern, sagt Emely. Wenn sie Bekannten erzählt, dass sie Cheerleading macht, obwohl sie im Rollstuhl sitzt, dann finden das viele erstmal interessant, sagt sie. Für manche sei eine inklusive Sportgruppe aber trotzdem noch irgendwie abschreckend.

Der große Traum: nochmal bei den Tübinger Tigers oder den Tussies aufzutreten

Emelys großer Wunsch ist es, nochmal bei einem Spiel der Tübinger Tigers aufzutreten. Und bei der Frauenhandballmannschaft der Tussies Metzingen.