Marvin Daumüller und Pommes malen an ihrem Kunstwerk in Tübingen. Das Thema: Die Ohnmacht während des Kriegs in der Ukraine. (Foto: DASDING, Theresa Krampfl)

Vor Ort

Marvin aus Tübingen verarbeitet den Ukraine-Krieg in Bildern

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Theresa Krampfl
Theresa Krampfl (Foto: DASDING)

Marvin und sein Künstler-Kollege "Pomes" malen und sprayen in Tübingen, um ihrem Schmerz über den Krieg in der Ukraine Luft zu machen. Ihr Thema: Ohnmacht und Zerrissenheit.

Marvin und sein Künstler-Kollege "Pomes" hatten eigentlich vor, ein Motiv zum Krieg in der Ukraine auf die öffentliche Graffiti-Fläche in Lustnau zu malen. Dabei wollten sie auch die Flaggenfarben Gelb und Blau nutzen. Doch kurz bevor sie mit dem Motiv anfangen wollten, haben sie sich gefragt: Wem soll das am Ende was bringen?

"Wir wollen mit dem Werk nicht uns als Künstler darstellen."

Deshalb haben sie sich kurzer Hand umentschieden und beschlossen, besser ihre Gefühle, die sie mit dem Krieg verbinden, künstlerisch aufzuarbeiten: Ohnmacht und Zerrissenheit. So können sich vielleicht andere, die das Werk sehen, damit identifizieren und fühlen sich verstanden, so die beiden Künstler.

Marvin Daumüller malt an seinem Kunstwerk in Tübingen. Es soll die Ohnmacht während des Kriegs in der Ukraine darstellen. (Foto: DASDING, Theresa Krampfl)
Marvin Daumüller malt an seinem Kunstwerk in Tübingen. Theresa Krampfl

Das Kunstwerk auf der Graffiti-Wand in Tübingen-Lustnau zeigt nun einen zerrissenen Körper, der umschlungen wird von grafischen Elementen. Marvin und Pomes wollen mit den immer wiederkehrenden Elementen darauf hinweisen, dass die Situation in der Ukraine nicht einmalig ist, sondern dass immer wieder Kriege auf der Welt passieren.

Die Menschen dahinter

Marvin, 24, ist in Entringen geboren und hat lange in Tübingen gelebt. Mittlerweile studiert er Kunst in Stuttgart. Pomes ist 34 Jahre alt und arbeitet als Kommunikationsdesigner und Ausstellungsgestalter in Stuttgart.

Marvin Daumüller und Pomes stehen vor ihrem Kunstwerk in Tübingen. In ihrem Werk geht es um die Ohnmacht wegen des Kriegs in der Ukraine. (Foto: DASDING, Theresa Krampfl)
Marvin Daumüller und Pomes stehen vor ihrem Kunstwerk in Tübingen. Theresa Krampfl

Ihr wollt den Menschen in der Ukraine helfen?

Aktuelle Hilfsaktionen sammeln wir hier:

Wenn ihr euch auch irgendwie ohnmächtig fühlt und nicht wisst, wie und ob ihr den Menschen in der Ukraine helfen könnt, haben wir ein paar Tipps für euch. Ihr könnt weiterhin in Tübingen und Umgebung auf Demos gehen oder bei Hilfstransporten unterstützen. Da gibt es zum Beispiel am Freitag, 18.3, ab 12:45 Uhr eine Kundgebung von Schüler*innen in Tübingen - Start ist in der Uhlandstraße. Wenn du spenden möchtest, gibt es bis Mittwoch, 16.3, eine Sammelstelle in Mössingen bei Schlegel Karosseriebau. Sie sammeln, wie bei vorherigen Aktionen auch schon, vor allem Verbandmaterial, Medikamente und haltbare Lebensmittel in Dosen oder Hartverpackungen.

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  2. Sack Reis Sonderfolge mit Melina Borčak

    +++ HINWEIS ZUR FOLGE +++
    Es war ein Fehler, die Podcast-Folge „Kurz vor Krieg? Der zerbrechliche Frieden in Bosnien-Herzegowina“ zu veröffentlichen. Wir hätten erkennen müssen, dass diese die Gefühle von Menschen verletzt, schlimmer noch, sie retraumatisiert hat. Der Genozid von Srebrenica ist ein furchtbares Kriegsverbrechen, mithin ein historischer Fakt. Unsere Einordnung der Aussagen unserer Gesprächspartnerin dazu war unzureichend. Dafür bitten wir ausdrücklich um Entschuldigung.



    Wir bedauern auch, dass das Gespräch mit Melina Borčak so unversöhnlich endete. Sie hatte die Ausgabe dieses Podcasts bereits im April kritisiert. Wir nehmen ihre und Eure Kritik sehr ernst und setzen uns nochmals intensiv mit den Vorwürfen und damit, was sie für unsere Arbeit bedeuten, auseinander. Bis wir das alles aufgearbeitet haben, wollen wir mit unserem Podcast “Sack Reis” pausieren.

    Wir haben uns im Sinne der Transparenz entschieden, die Folge zu Bosnien-Herzegowina sowie die Sonderfolge mit Melina Borčak weiterhin online vorzuhalten.

    +++

    Vor fast zwei Jahren haben wir den Podcast „Sack Reis – Was geht dich die Welt an?“ gestartet, weil wir eine neue Form der Auslandsberichterstattung ausprobieren wollten: Wir schauen hinter die Schlagzeilen, begegnen jungen Leuten aus der ganzen Welt, die das erleben, was wir nur aus den Nachrichten kennen. Statt über Menschen sprechen wir mit ihnen und lernen ihren Alltag kennen.
    Um die Folge „Kurz vor Krieg? Der zerbrechliche Frieden in Bosnien-Herzegowina“ hatte sich eine Diskussion entfacht. Insbesondere die Journalistin Melina Borčak hatte sie scharf kritisiert und deshalb haben wir mit ihr gesprochen.
    Hier geht es zur Folge, die die Kritik ausgelöst hat: https://www.ardaudiothek.de/episode/sack-reis/kurz-vor-krieg-der-zerbrechliche-frieden-in-bosnien-herzegowina/dasding/10383273/
    Hinweis: Direkt nach der Veröffentlichung im März hatte uns Melina Borčak auf sachliche Fehler hingewiesen. Das politische System Bosnien-Herzegowinas war von uns im Text falsch beschrieben worden. Solche Fehler nehmen wir ernst, sie dürfen nicht passieren. Wir haben diese Stelle herausgeschnitten und den Podcast neu hochgeladen.  mehr...

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