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Für Studierende geht während der Corona-Pandemie nicht wirklich viel. Die beiden Medizinstudies Johannes und Marco aus Tübingen nutzen die Zeit, um zu helfen. Als Nebenjob arbeiten sie im Kreisimpfzentrum und an der Corona-Hotline. Uns haben die beiden erzählt, was sie in ihrem Job machen.

Johannes ist Helfer im Tübinger Impfzentrum

Johannes studiert im 8. Semester Medizin. Während der Corona-Pandemie arbeitet er nebenbei im Kreisimpfzentrum in Tübingen. Dort bekommen die Impflinge auch von Johannes ihre Spritze. Eigentlich hätte man Kapazität für 2.300 Menschen am Tag, momentan könnten aber nur etwa 800 geimpft werden. "Der Impfstoff fehlt", bestätigt Johannes.

Die Aufgaben im Impfzentrum

Im Impfzentrum gibt es für die Medizinstudierenden einiges zu tun: Sie bereiten die Spritzen mit dem Impfstoff vor, impfen selbst und kümmern sich um die Impflinge, falls Nebenwirkungen auftreten. Wenn abends Impfstoff übrig bleibt, werden Leute, die auf der Warteliste stehen angerufen, also die, die Corona-Patienten betreuen, erklärt Johannes. Das sind meist Leute von der Uniklinik, die schnell im Impfzentrum sein können. "Die werden dann vorgezogen und geimpft, sodass kein Impfstoff weggeworfen werden muss."

Es ist schön, zu sehen, wie glücklich die Leute sind, weil sie einen Termin bekommen haben.

Johannes

Marco betreut die Corona-Hotline im Tübinger Gesundheitsamt

Auch Marco arbeitet seit einem Jahr bei der Corona-Hotline im Tübinger Gesundheitsamt. Bei ihm rufen Menschen an, die Fragen zum Corona-Virus (zum Beispiel zu Quarantäneregelungen) haben. Der Medizinstudent klärt in seinem Nebenjob viele Fragen. Er gibt Tipps und hilft bei der Ermittlung von Kontaktpersonen. Manchmal geht es auch darum, sich mit den Sorgen der Anrufenden auseinander zu setzen, erzählt Marco.

Wir Studierende sind bei der Corona-Hotline so ein bisschen die Allzweckwaffe.

Marco

Die Sorgen der Menschen ernst nehmen

Genau das findet Marco an seinem Job gut: Er kann den Leuten am Telefon alles Wichtige erklären und sie in den meisten Fällen auch beruhigen. Marco erinnert sich: "Zu Beginn der Pandemie klingelte das Telefon pausenlos. Mittlerweile sind die Ängste der Menschen aber etwas weniger geworden." Nach einem Telefonat zu merken, dass es den Leuten jetzt besser gehe, tue auch einem selbst gut, findet er. Dafür nimmt sich der Student auch viel Zeit: Manche Telefonate dauern über eine Stunde.

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