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Auf das Attentat in Hanau folgten eine Vielzahl an Mahnwachen und Aktionen gegen Rechts. Doch Furkan, Yakub und Fatih fühlen sich an manchen Orten in Deutschland nicht mehr sicher. Sie alle drei sind in Baden-Württemberg aufgewachsen, jung und muslimisch.

Auf das Attentat in Hanau folgten Mahnwachen und Aktionen gegen Rechts. Doch Furkan, Yakub und Fatih fühlen sich an manchen Orten in Deutschland nicht mehr sicher. Sie alle drei sind in Baden-Württemberg aufgewachsen, jung und muslimisch.

Furkan schreibt derzeit an seiner Bachelorarbeit, Yakub studiert und Fatih hat gerade seine Weiterbildung zum Industriemeister beendet. Sie alle hat am 19. Februar die Nachricht erreicht, dass zehn Menschen Opfer eines rechtsextremen Attentats geworden sind. „Was mich schockiert ist, dass ich auch wie diese Menschen mein Stammlokal habe. Das hätte mir und jedem anderen passieren können“, befürchtet Yakub.

Das trifft mich sehr, wenn Leute nur wegen meiner Religion gegen mich sind.

Yakub

Engagiert und religiös

Furkan kommt aus der Nähe von Tuttlingen, schreibt gerade seine Bachelorarbeit und arbeitet in Stuttgart als ehrenamtlicher Bundesvorsitzender des BDMJ (Bund der Muslimischen Jugend). „Jung.Muslimisch.Engagiert.“, so lautet das Motto der Organisation. Er selber wurde noch nie Opfer von Rassismus, doch das Attentat in Hanau hat für den 23-Jährigen das Fass zum Überlaufen gebracht: „Hanau war eine neue Dimension der Gewalt gegenüber Muslimen. Es ist krass, dass man sich nicht immer sicher fühlen kann.“ . . . #dasding #dasdingtübingen #neckaralb #dasistneckaralb #schwäbischealb #nordschwarzwald #notoracism #ditib #muslim #toleranz #respekt #hanau #religion #nazisraus

Für Furkan muss das Problem in der Gesellschaft genau beim Namen genannt werden: „Wir haben in Deutschland ein rechtsextremistisches Problem.“ Er engagiert sich ehrenamtlich als Bundesvorsitzender des BDMJ (Bund der Muslimischen Jugend) und arbeitet in Seminaren die muslimische Kultur auf. In seinem Alltag hat er noch keine Erfahrungen mit Rassismus gemacht, aber er kennt Geschichten von Freunden: Islamisten-Vergleiche über Bärte oder wie Frauen das Kopftuch von den Haaren gerissen wird. Furkan bleibt trotzdem optimistisch: „Man will uns die Identität aberkennen, man will uns an einen Rand drängen und ausschließen. Wir sind aber stets entschlossen, weiterhin Teil dieser Gesellschaft zu sein.“

Nach dem Attentat

„Es muss was passieren!“, urteilt Fatih. Eine offene Gesellschaft habe Deutschland in der näheren Vergangenheit immer ausgezeichnet und so solle es auch bleiben. Sein Freund Yakub äußert seinen Wunsch für die Zukunft so:

Ich möchte in einer Gesellschaft leben, die niemanden nach seiner Religion oder Hautfarbe verurteilt.

Yakub
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