Auf TikTok und YouTube geht gerade der "Bier-Tornado"-Trend rum. TikToker und YouTuber laden Videos hoch, in denen sie "Entzündet den Tornado" rufen, eine Getränkeflasche schütteln, auf den Kopf drehen und exen. Dahinter steckt aber sogar ein physikalisches Phänomen. (Foto: imago images, Claus Bergmann)

TikTok- und YouTube-Trend

Warum "zündet" der Flaschen-Tornado?

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Wie sinnvoll (und gesund) der TikTok-Trend ist, bei dem Leute „Entzündet den Tornado!“ rufen, ein Getränk schütteln und dann exen, lassen wir mal unkommentiert. Aber zumindest aus physikalischer Sicht gibt’s sogar eine wissenschaftliche Erklärung für das alles.

Die Getränkeflasche in einer Kreisbewegung schütteln, auf den Kopf stellen und sehen, wie die Flüssigkeit wie ein Tornado aus der Flasche raussprudelt - das sieht man in Videos, die zur „Tornado-Challenge“ hochgeladen werden.

YouTuber, feiernde TikToker und auch der inzwischen entstandene Song „Tornado“ beziehen sich meistens nicht gerade auf alkoholfreie Getränke (deshalb sprechen auch viele von der #BeertornadoChallenge). Das Prinzip funktioniert aber grundsätzlich mit allen möglichen Flüssigkeiten:

Aber wie entzündet man jetzt eigentlich den perfekten Tornado?

Aus phsyikalischer Sicht ergibt es scheinbar tatsächlich Sinn, eine Flasche zu drehen, wenn die Flüssigkeit schneller raus soll. Dr. Philipp Reutter vom Institut für Physik der Atmosphäre in Mainz erklärt das so:

Wir haben einen Luftdruck und wenn wir die Flasche auf den Kopf stellen, läuft das erst mal nicht raus, weil der Luftdruck eben von außen reindrückt.

Flüssigkeit und Luft blockieren sich also quasi gegenseitig. Wenn man die Flasche einfach nur ganz normal kippt, ist der Effekt gering und die Flüssigkeit läuft eher langsam raus.

Um das zu beschleunigen, müsste man einen Weg finden, die Luft in die Flasche zu kriegen und die Flüssigkeit gleichzeitig rauszubekommen. Genau das passiert beim Flaschen-Tornado.

Durch das Drehen gelangt die Luft in den Tornado, während die Flüssigkeit an die Flaschenwand gedrückt wird. Dabei hat sie weniger Widerstand und läuft schneller nach draußen.

Das muss so schnell sein, dass die Fliehkraft das merkt, wie bei einem Karussell, wenn der Stuhl nach außen getragen wird.

Auch wenn wir das physikalisch jetzt geklärt haben, am Ende trotzdem noch ein Hinweis: Sehr schnell sehr viel zu trinken ist nicht gesund. Das gilt vor allem für Alkohol, aber auch für andere Getränke - sogar für stilles Wasser.

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