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Joost (Foto: SWR, DASDING)
Daniela Rapp (Foto: DASDING)

Am 27. Dezember sind die Impfungen gegen das Coronavirus gestartet. Hier erfährst du, wo es in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg Impfzentren gibt und was du zum Impfstoff jetzt wissen solltest.

EMA gibt grünes Licht für Biontech-Impfstoff

Der 21. Dezember war für viele in Sachen Impfstoff gegen das Coronavirus ein langersehnter Tag. Die EMA hat die Zulassung des Impfstoffs empfohlen. Offizieller Start der Impfungen war direkt nach Weihnachten, am 27. Dezember.

Corona-Impfungen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg haben begonnen

Die Corona-Impfungen haben in Rheinland-Pfalz wie geplant am Sonntag, den 27. Dezember, begonnen. Komplikationen sind bisher nicht bekannt. Am ersten Tag sollen laut dem Gesundheitsministerium 1.200 Personen geimpft worden sein.

Auch in Baden-Württemberg wurden am besagten Sonntag die ersten Personen geimpft. Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat das einen „Meilenstein der Pandemiebekämpfung“ genannt.

Corona-Impfstationen in Baden-Württemberg

In Freiburg, Offenburg, Karlsruhe, Heidelberg, Stuttgart, Rot am See, Tübingen und Ulm sind zentrale Impfzentren (ZIZ) entstanden, in denen zuerst mit den Impfungen begonnen wird. Ab dem 15. Januar soll dann in ungefähr 50 weiteren Kreisimpfzentren (KIZ) geimpft werden. Zusätzlich werden mobile Teams im Einsatz sein.

An den Kreisimpfzentren sollen pro Standort täglich 800 Impfungen durchgeführt werden, an den zentralen Impfzentren 1.500. Geimpft werden sollen zwei Dosen pro Person in einem Abstand von 21 bis 28 Tagen.

Eine Übersicht über alle Impfstationen in Baden-Württemberg gibt es hier:

Auf lange Sicht sollen die Impfungen aber in deiner Hausarztpraxis stattfinden, so steht das im Impfkonzept des Landes Baden-Württemberg.

Wie kann ich mich in Baden-Württemberg zur Corona-Impfung anmelden?

Wenn du zu einer Gruppe mit höchster Priotät gehörst, kann die Anmeldung zur Impfung telefonisch gemacht werden unter 116 117. Außerdem kann der Termin auch über die zentrale Anmeldeplattform gemacht werden. Täglich zwischen 7 Uhr und 21 Uhr sollen dann Impfungen stattfinden.

Corona-Impfstationen in Rheinland-Pfalz

Seit dem 15. Dezember sind die 31 Impfzentren in Rheinland-Pfalz startklar. In jedem Landkreis und in jeder kreisfreien Stadt gibt es einen Standort für die Impfungen:

Wie kann ich mich in Rheinland-Pfalz zur Corona-Impfung anmelden?

In Rheinland-Pfalz gibt es ein zentrales Terminvergabesystem, für das ein Call-Center beauftragt wurde. Bei der Anmeldung zum ersten Termin, wird auch der zweite Termin nach drei Wochen gemacht. Es sollen dabei zentrale Fragen geklärt werden. Als Eintrittskarte zum Impfzentrum bekommt man nach der Anmeldung des Termins eine Bestätigung per Post zugeschickt, außerdem ist der Personalausweis nötig. Das Call-Center erreicht man unter 0800/5758100 montags bis samstags von 8 Uhr bis 22 Uhr und sonn- und feiertags zwischen 10 Uhr und 16 Uhr. Termine können aber auch unter impftermin.rlp.de gemacht werden. Die Impfungen in den rheinland-pfälzischen Impfzentren sollen am 07. Januar losgehen - für Menschen über 80 Jahren und Mitarbeiter von Rettungs- sowie ambulanten Pflegediensten. Diese sollten zusätzlich zum Personalausweis einen Dienstausweis oder eine Bestätigung des Arbeitgebers dabei haben.

Wie auch in Baden-Württemberg soll es mobile Impfteams geben, die zum Beispiel zu bettlägrigen Menschen kommen. In Trier soll es beispielsweise bis zu 5000 Impfungen am Tag geben. Das hat der Trierer Oberbürgermeister Wolfram Leibe gesagt, als das Konzept für das Trierer Impfzentrum vorgestellt wurde.

Corona-Impfstoff: Wer wird wann geimpft?

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat einen Corona-Impfplan vorgestellt. Da nicht sofort genügend Impfstoff für alle da sein wird, müsse priorisiert werden. In der ersten Phase sollen Menschen geimpft werden, die in Pflegeeinrichtungen arbeiten oder leben oder über 80 Jahre alt sind. Zu dieser ersten Gruppe gehören auch: Beschäftige von ambulanten Pflegediensten und medizinisches Personal, zum Beispiel auf Intensivstationen

Wir werden dabei zuerst denjenigen einen Schutz anbieten, die ihn auch besonders benötigen.

Jens Spahn, Bundesgesundheitsminister

Dann sollen Menschen einer zweiten Gruppe mit hoher Priorität und später einer dritten Gruppe geimpft werden:

Gruppe 2:

  • Menschen ab 70 Jahren
  • Demenzkranke
  • Menschen mit Trisomie 21
  • Transplantationspatienten
  • Bewohner von Obdachlosen- oder Asylbewerberunterkünften
  • enge Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen
  • Ärzte mit Patientenkontakt, die aber kein besonders hohes Risiko haben, sich bei Patienten anzustecken

Gruppe 3:

  • über 60-Jährige
  • chronisch Kranke (Diabetes, schwerem Übergewicht, Herzschwäche, Krebs, Asthma)
  • Beschäftigte an Schulen und Kitas
  • Polizisten, Feuerwehrleute
  • Beschäftigte im Einzelhandel
  • Apotheker, Busfahrer, Lokführer
  • medizinisch Beschäftigte, die noch nicht geimpft wurden

"Die Schwächsten zu schützen ist das erste Ziel unserer Impfkampagne", sagte Jens Spahn. Das würde ein bis zwei Monate dauern, danach könne man über die Ausweitung des Impfangebots nachdenken.

Das heißt für uns alle: Der Winter wird noch lang.

Jens Spahn, Gesundheitsminister

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