DASDING Spezial Zukunft: In welcher Welt wollen wir morgen leben? (Foto: Benjamin Davies/Unsplash)

DASDING Spezial Zukunft

„Und jetzt?“ - In welcher Welt wollen wir morgen leben?

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Katharina Reckers
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Carina Stark
Das bin ich (Foto: DASDING)

Erst Corona, dann der Ukraine-Krieg - und nicht zu vergessen: die Klimakrise. Hast du auch manchmal ein mulmiges Gefühl, wenn du an die Zukunft denkst? Hier checkst du, was auf uns zukommen könnte, was wir uns wünschen - und wie wir mit den Problemen der Zukunft fertigwerden können.

In welcher Welt willst du morgen leben?

Eine richtig deepe Frage direkt am Anfang. Vielleicht hilft dir ja diese Zukunftsumfrage von ARTE dabei, es genauer herauszufinden: Du kannst mit rund 80 Fragen nicht nur dich und deine Vorstellung von deiner Zukunft ein bisschen besser kennenlernen, sondern auch checken, was andere Leute in deinem Alter so denken.

An die Welt von morgen zu denken macht dich nervös? Keine Sorge - das geht ganz vielen so! Es gibt aber Tipps, wie wir besser damit umgehen können.

Hilfe - an die Zukunft zu denken, macht mir Angst!

Was "Zukunftsangst" so grob ist, wissen wir ja. So richtig professionell, aus Expertensicht, hat uns das Psychologin Anke aber nochmal erklärt.

Sie kennt sich mit dem Thema aus:

Zukunftsangst ist, wenn sich Menschen über Dinge, die noch in der Zukunft liegen, negative Gedanken machen. Wenn sie Angst vor Veränderungen haben, vor Ungewissheit und sich da wirklich Sorgen machen und sich die Frage stellen, was wäre wenn.

"Früher war alles besser!" Haben wir mehr Angst als unsere Eltern?

Laut Anke reflektieren wir im Moment sehr viel. Zum Beispiel: Was passiert mit unserem Planeten? Das soll jetzt nicht heißen, dass Generationen vor uns das nicht gemacht haben. Aber die Unsicherheit sei heute zumindest größer als in der Generation unserer Eltern.

Pandemie, Klimawandel, der Krieg in der Ukraine… das alles hätte das Gefühl noch verstärkt und Ängste befördert.

Wenn die Zukunftsangst dann sehr groß wird, ist man im schlimmsten Fall gar nicht mehr im Hier und Jetzt - und das kann laut Anke zu Angststörungen führen oder zu Depressionen.

Was kann man gegen (Zukunfts-)Angst tun?

Klingt erst mal leicht gesagt: Die Psychologin hat uns erklärt, dass das Selbstbewusstsein entscheidend sein kann. Wenn man selbstbewusster ist, sich viel zutraut, sich seiner Stärken und Erfolge bewusst sei, würde man sich den Problemen der Zukunft besser gewappnet fühlen.

Das ist aber natürlich nicht immer so einfach. Ein weiterer Tipp:

Mit vertrauten Menschen über Ängste zu sprechen, denn sonst können Ängste in eine Isolation führen. Weil man denkt, man ist die einzige Person.

Außerdem könne es in manchen Fällen helfen, die Ängste zu Ende zu denken und sich bewusst zu machen, was im schlimmsten Fall, quasi im Worst-Case, passieren kann. Das funktioniert natürlich nicht immer - Klimakrise, Krieg oder Ähnliches werden dadurch natürlich nicht weniger schlimm. Aber vielleicht hilft dir der Tipp ja in manchen Alltagssituationen.

Denn in der Vorstellung ist es häufig viel dramatischer und wenn wir das ganze Schritt für Schritt zu Ende denken, nimmt das dem Ganzen die Macht.

Wichtig ist aber vor allem auch: Wenn es dir nicht gut geht, musst du da nicht alleine durch.

Freizeit, Umwelt, Freunde, Erfolg - Was ist uns in Zukunft überhaupt wichtig?

Von der Zukunftsangst zu Zukunftsplänen: Erste Erkenntnisse, was sich unsere Generation von der Zukunft erhofft, gibt es schon.

Das baden-württembergischen Ministerium für den Ländlichen Raum hat zum Beispiel gerade zum ersten Mal untersucht, was jungen Menschen in der Stadt und auf dem Land wichtig ist und dieses Jahr die Ergebnisse präsentiert. Die sollen der Politik in Zukunft helfen, die Wünsche von uns mehr zu berücksichtigen.

Eine Sache, die dabei rauskam (und dich vielleicht nicht überraschen wird): Freundschaften sind besonders wichtig.

Was die Studie sonst noch ergeben hat und wo sich die Zukunftswünsche von Leuten auf dem Land und in der Stadt ziemlich unterscheiden, checkst du hier nochmal genauer.

Wie wir in Zukunft arbeiten werden oder warum das Leben manchmal doch ein Ponyhof ist

"Immer weniger junge Menschen wollen Chef*innen sein oder haben Lust auf Führungspositionen!" Das behaupten einige Headlines und das zeigt auch eine Studie vom Boston Institute.

Das klingt erst mal nicht so positiv, kann aber auch meinen: Wir wollen nicht nur irgendeine wichtige Position in starren Hierarchien besetzen, sondern was machen, das Sinn ergibt und dafür dann richtig Gas geben.

So ist das zum Beispiel auch bei Lina, die in der Nähe von Stuttgart ihren eigenen Ponyhof gegründet hat und damit nicht nur Chefin, sondern auch Unternehmerin ist. Etwas, das sie schon sehr früh wollte, das sie geplant und auf das sie hingearbeitet hat.

Man hat halt immer weiter geträumt und dann war mit 14,15 klar: Ok, ich möchte mein Abi machen, studieren gehen als solide Grundlage und darauf dann alles aufbauen. Und das habe ich dann durchgezogen.

Ihren Traum zu erfüllen, bedeutet gerne auch mal eine sechs- oder sieben-Tage-Woche. Und mit Faktoren wie Corona oder der wirtschaftlichen Situation kann man auch nicht unbedingt vorher rechnen oder planen.

Dadurch ist man plötzlich vor Situationen gestellt, wo man plötzlich richtig stockt und sagt: wie soll das funktionieren?

Bei Lina hat es aber funktioniert. Was wir aus der Studie - und auch aus Linas Story - mitnehmen können? Arbeiten heißt in Zukunft vielleicht nicht unbedingt, einen bestimmten Titel auf dem Namensschild zu haben - aber mit ein bisschen Glück zu lieben, was wir tun.

Und dann? Der Blick in die ferne Zukunft

Egal, wie happy oder ängstlich wir in die Zukunft schauen oder wie viel oder wenig wir uns vornehmen: Wirklich vorhersagen, was passiert, können wir ja sowieso nicht. Aber irgendwie reizt uns der Blick in die ganz ferne Zukunft ja dann doch.

Deshalb lassen wir dir zum Schluss mal noch das Video vom funk-Format "Dinge Erklärt - Kurzgesagt" hier. Vielleicht sind danach die eigenen Zukunftsängste ja sogar ein kleines bisschen kleiner...

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