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Yannick (Foto: Yannick)

Oh man, was war das für ein Film- und Serienjahr 2020. Kinos mussten schließen, viele Blockbuster wurden auf 2021 verschoben. Und auch auf den Streaming-Seiten hat man irgendwann den Drehstopp vieler Produktionen gemerkt. Dennoch gab es viele richtig gute Filme und Serien 2020. Das ist unsere Top-Liste der besten Filme und Serien 2020.

Wenn du alle Filme und Serien in dieser Top-Liste abhaken kannst, hast du vieles richtig gemacht. Wenn nicht, dann mal ran an den Speck.

❗ Hinweis: Die Liste ist natürlich rein subjektiv und bezieht sich auf Filme und Serien, die 2020 in Deutschland gestartet sind. Die Reihenfolge ist willkürlich gewählt. ❗

Das sind die besten Filme 2020:

Tenet

Wow, was war das für ein Erlebnis… Nach fünf Monaten Kino-Abstinenz hat uns "Tenet" im Kino umgehauen. Also wortwörtlich. Es hat sich fast so angefühlt, wie der erste Kinobesuch überhaupt. Es musste erst ein Kaliber wie "Tenet" von einem meiner Lieblingsregisseure Christopher Nolan kommen, dass mich das Kino-Feeling wieder packt.

Darum geht’s: "Tenet" zusammenzufassen ist fast unmöglich. Aber - es geht um einen Agenten, der die Welt vor einem unbekannten 3. Weltkrieg in der Zukunft retten soll. Und das ist komplizierter als gedacht. Denn es ist ein Kampf gegen die Zeit (wie so oft in Nolans Filmen). Objekte und Menschen können sich nämlich ENTGEGEN der "normalen" Zeit bewegen und so einen immensen Schaden hinterlassen. Invertieren heißt das. Und den Missbrauch des Invertierens soll die Hauptfigur verhindern. Brummt dir der Schädel? Uns auch.

Das Kino hat "Tenet" 2020 wahrscheinlich nicht retten können, dafür waren im Ausland – vor allem in den USA – zu wenige Kinos offen. Der Film hat aber gezeigt, was das Kino ausmacht. Und dieses Feeling kann kein Heimkino der Welt ersetzen.

Uncut Gems

“Uncut Gems” in einem Wort: Stressig. Ohne Witz, so gestresst waren wir noch nie bei einem Film. Und das ist absolut positiv gemeint. Adam Sandler spielt einen spielsüchtigen Juwelier-Verkäufer, der sich direkt am Anfang des Films mit den falschen Leuten anlegt. Und das spielt er so gut, dass er lange Zeit auch als heißer Oscar-Kandidat gehandelt wurde. ADAM SANDLER – der Typ, der sonst meist nur „Blödel“-Rollen, wie in Kindsköpfe 1 und 2, hat. Dass er es auch anders kann, zeigt er in diesem Film. Absolute Schau-Empfehlung! Gibt’s auf Netflix.

1917

Was für eine emotionale Wucht ist „1917“ bitte?! Ein Kriegsfilm ohne einen einzigen Schnitt. Zumindest wird das so angedeutet. In Wahrheit gibt es in dem Film eine ganze Menge Schnitte, die wurden aber so gut versteckt, dass sich der Film wie eine lange Plansequenz anfühlt. Und das ist natürlich die große Stärke des Films. Erst dadurch entfaltet „1917“ seinen emotionalen Impact, der sich in einem wahnsinnig guten Finale entlädt, sodass man vor Freude weinen muss. Solche Erlebnisse gibt’s NUR im Kino.

„1917“ kannst du dir übrigens jetzt schon auf Sky streamen.

Knives Out

Der Januar hatte es direkt in sich. Mit „Knives Out“ kam direkt eine der besten Komödien in die Kinos. Alleine der Cast ist unglaublich: Daniel Craig, Ana de Armas, Chris Evans, Jamie Lee Curtis, Toni Collette, Katherine Langford, Michael Shannon… „Knives Out“ ist eine klassische „Whodunit“-Story – heißt: Im Film gibt’s direkt zu Beginn einen scheinbaren Mord und das Verbrechen wird nach und nach aufgeklärt. In diesem Fall von Privatdetektiv Benoit Blanc (unfassbar gut gespielt von Daniel Craig).

Das Gute: Regisseur Rian Johnson hat schon angekündigt, dass er noch mehr Geschichten rund um Benoit Blanc erzählen will!

Gibt’s auch schon auf Amazon Prime zum Streamen.

Little Women

Ach, „Little Women“. Du tust einem so gut. Dabei ist das Historiendrama ein Remake von 1933. Doch die Regisseurin Greta Gerwig hat genau an den richtigen Schrauben gedreht, damit dieser Film eine wunderbar warme Atmosphäre hat, die einen so richtig glücklich macht. Vorne mit dabei: Die vier Hauptdarstellerinnen – Saoirse Ronan, Emma Watson, Florence Pugh und Eliza Scanlen. Die vier Schwestern wachsen Mitte des 19. Jahrhunderts in den USA auf. Und obwohl die vier Mädchen unterschiedlicher nicht sein können, halten sie immer zusammen und passen auf sich auf.

Unser Tipp: Wenn es dir mal nicht so gut geht, schau dir „Little Women“ an. Danach hast du ein gutes Gefühl im Bauch. Versprochen.

Das sind die besten Serien 2020:

The Mandalorian

Ok, was soll man noch zu „The Mandalorian“ sagen? Diese Serie hat 2020 einen echten Star Wars-Hype ausgelöst! Und das nach dem doch eher enttäuschenden Finale im 9. Teil. Klar, die erste Staffel im Frühjahr hatte schon verdammt viel Fan-Service, aber gerade die 2. Staffel hat unfassbare Folgen geliefert – Charaktere kamen zurück oder wurden eingeführt, fantastische Bilder wurden gezeigt und alleine für diesen Soundtrack von Ludwig Göransson lohnt sich die Disney-Serie!

Mal schauen, wie sich die Serie in den nächsten Jahren weiterentwickelt. Der Erfolg von „The Mandalorian“ gibt Disney auf jeden Fall Recht – und sie haben schon weitere Pläne. Das Ziel: Ein ähnliches Universum aufzubauen, ganz nach dem Vorbild des Marvel Cinematic Universe. Neben Mandalorian bekommt nämlich unter anderem Boba Fett oder auch Ahsoka Tano eine eigene Serie, die dann alle zu einem großen Finale führen sollen.

Heißt für uns: Wir werden alle Serien anschauen müssen, um alles zu verstehen. Aber auch: NOCH MEHR GEILEN STAR WARS-CONTENT! Gibt's natürlich auf Disney+.

Unorthodox

„Unorthodox“ ist perfekt, wenn du keine ewig lange neue Serie anfangen willst. Die Miniserie besteht nämlich nur aus vier Folgen mit jeweils ungefähr einer Stunde. Sie basiert auf dem Leben von Deborah Feldman, die die gleichnamige Autobiographie geschrieben hat. „Unorthodox“ spielt in Berlin, wohin die 19-jährige Jüdin Esther flieht, nachdem sie in ihrer ultra-orthodoxen Gemeinde in New York zwangsverheiratet wurde.

Die Serie zieht einen voll in Estys Gefühlswelt hinein und man spürt förmlich, wie sie alles wahrnimmt und wie sie sich fühlt in dieser neuen Welt, in die sie flüchtet - ohne Geld, ohne Familie, ohne Ausbildung und ohne eine Ahnung, wie man außerhalb ihrer Gemeinde überhaupt überlebt. Esty ist zerbrechlich und stark zugleich - was schauspielerisch von der Israelin Shira Haas richtig krass umgesetzt wurde – auf der Suche nach sich selbst und einem selbstbestimmteren Leben.

Schauspielerin und Regisseurin Maria Schrader wurde für die Miniserie als erste deutsche Regisseurin sogar mit einem „Emmy“ ausgezeichnet. Gibt's auf Netflix.

Sløborn

Die ZDF-Serie "Sløborn" ist vielleicht die krasseste Serie 2020. Es geht um ein tödliches Virus, das sich auf der ganzen Welt ausbreitet. Unter anderem auch auf einer fiktiven Nordseeinsel, auf Sløborn eben. Da begleiten wir als Zuschauer verschiedene Jugendliche, die teilweise auch selbst krank werden und versuchen in der immer schlimmer werdenden Lage klar zu kommen. Super spannend und das krasseste: Bei den Dreharbeiten im Herbst 2019 wusste noch niemand was von Corona. Die Serie fühlt sich aber trotzdem so an, als würde man Nachrichten schauen. Als hätte der Regisseur die Zukunft vorhergesagt. Klare Empfehlung für alle, die Thriller aushalten. Gibt's in der ZDF Mediathek.

Das Damengabit

Die erfolgreichste unter den Netflix-Miniserien und das zu Recht! Wie es möglich ist, etwas wie Schach so spannend und emotional darzustellen, zeigt uns diese Serie – besonders aber die Protagonistin Elizabeth. Wir sehen, wie sie in den 50er Jahren als Waisenkind aufwächst und sich mit ihrem außergewöhnlichen Talent für Schach in völlig neue Dimensionen begibt. Ihre Reise, ihre Gewinne und Schicksalsschläge gehen einem so nahe, dass man hier schnell ins Binge Watching verfällt. Und das, obwohl es um Schach geht!

⚽ TED LASSO

„Ted Lasso“ ist dieses Jahr ein echter Geheimtipp. Wenn dir Scrubs gefällt, dann zieh dir unbedingt diese Comedy-Serie rein, die ist nämlich unter anderem vom Scrubs-Macher Bill Lawrence (zusammen mit Jason Sudekis, der selbst die Hauptrolle „Ted“ spielt). In „Ted Lasso“ geht es um einen amerikanischen College Football-Coach, der nach London kommt, um dort eine Profi-Fußballmannschaft zu trainieren – ohne jegliche Ahnung von Fußball. Hinter seiner Anstellung steckt die Vereinschefin, die damit einem miesen Plan nachgeht.

Die Serie ist voll von Situationskomik und Wortwitz – einfach richtig lustig. Und Ted dabei zu begleiten, wie er sich vom „Vollidioten ohne Ahnung von Fußball“ zum liebenswerten, respektierten Trainer entwickelt, ist sogar ziemlich herzerwärmend. Mit Momenten, die einem sogar das Pipi in die Augen treiben.

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