Die Olympischen Winterspiele in PekingBeijing 2022 (Foto: picture-alliance / Reportdienste, dpa/XinHua | Zhang Tao)

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Winterspiele in Peking: Facts für den Olympia-Smalltalk

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All eyes on Peking: Die oft kritisierten Olympischen Winterspiele in der Hauptstadt Chinas sind gestartet. Aber warum eigentlich diese starke Kritik? Wie viele Zuschauende dürfen hin? Und was haben zerstörte Smartphones damit zu tun? Checkst du hier!

Bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele in Peking sind Athlet*innen aus der ganzen Welt mit ihren Landesflaggen in das sogenannte Vogelnest-Stadion, das Nationalstadion Chinas, eingelaufen - hier fanden übrigens auch schon die Sommerspiele 2008 statt.

Am Samstag fand dann der erste Wettkampfttag im bevölkerungsreichsten Land der Welt statt. Wegen der Zeitverschiebung starten die Wettkämpfe für uns in Deutschland nachts und enden nachmittags. In den nächsten Wochen werden in sieben verschiedenen Sportarten insgesamt 109 Wettkämpfe bestritten. Am 20. Februar wird dann die Schlussfeier veranstaltet.

Du hast keinen Plan von Olympia, willst aber beim Smalltalk mitreden? We got you!

1️⃣ Wegen Angst vor Spionage: Deutsche erhalten bei Olympia neue Handys

Die deutschen Olympia-Athlet*innen bekommen extra für ihren Aufenthalt in China Handys. Grund ist die Warnung, dass chinesische Geheimdienste sensible Daten von Handys, Tablets und Laptops auslesen könnten. Laut der Veranstalter seien alle Teilnehmenden verpflichtet, sich die App "My2022" herunterzuladen. Da kommen die medizinischen Daten der Sportler*innen und Betreuer*innen rein, zum Beispiel Ergebnisse von PCR-Tests. Deutschland ist mit der Sorge um die Datensicherheit aber nicht alleine. Auch andere Länder wollen neue Geräte verwenden. Niederländische Teilnehmende zum Beispiel würden auf Empfehlung die Handys nach den Spielen zerstören.

2️⃣ Nur Zuschauende vom chinesischen Festland in den Stadien

Wegen der Corona-Pandemie haben die Veranstalter der Olympischen Spiele in Peking entschieden, dass keine ausländischen Zuschauenden bei den Wettkämpfen in den Stadien dabei sein dürfen. Du kommst also nur rein, wenn du einen Wohnsitz auf dem chinesischen Festland hast. Mitte Januar wurde außerdem entschieden, den Kartenverkauf wegen der Omikron-Variante zu stoppen. Demnach sollen nur ausgewählte Zuschauende dabei sein dürfen. Man werde "Zuschauergruppen einladen" und diese in ein "angepasstes Programm einbinden". Wie das aussehen wird und wie viele Menschen konkret in die Stadien dürfen, ist noch offen.

3️⃣ Das Maskottchen "Bing Dwen Dwen"

Das Maskottchen der diesjährigen Winterspiele ist der Panda "Bing Dwen Dwen". "Bing" bedeutet Eis und symbolisiert auch Reinheit sowie Stärke, und "Dwen Dwen" bedeutet robust und lebendig. Außerdem ist "Dwen Dwen" ein Symbol für Kinder. Das Maskottchen für die Paralympics ist die menschenähnliche Laterne namens "Shuey Rhon Rhon".

Warum werden die Olympischen Spiele in Peking kritisiert und boykottiert?

Vor allem wegen seiner Menschenrechtsverletzungen wird China international kritisiert. Für die Eröffnungsfeier hatten sich einige politische Vertreter*innen antretender Länder abgemeldet, um die Olympischen Spiele 2022 in Peking diplomatisch zu boykottieren. Das bedeutet allerdings nicht, dass die Athlet*innen dieser Länder nicht antreten.

Wie es hinter der Fassade der Hochglanz-Bilder der Olympischen Spiele in Peking aussieht, versucht diese Doku zu klären:

Stark kritisiert werden Menschenrechtsverletzungen gegen die überwiegend muslimische Minderheit der Uiguren im Westen Chinas. Insgesamt leben in China schätzungsweise zehn Millionen Uiguren. Worum es da konkret geht und warum viele von einem "Genozid" sprechen, erklärt Mirko Drotschmann (MrWissen2Go) in seinem Video:

Nicht nur wegen der Menschenrechtsverletzungen wird China kritisiert, sondern auch, weil Peking keine Wintersportregion ist. Themen wie Nachhaltigkeit, Meinungsfreiheit oder Klimaschutz würden vom IOC nicht beachtet. Für Skirennläufer und Olympia-Experte Felix Neureuther seien die Spiele in Peking der Gipfel der Absurdität. Im ARD-Film "Spiel mit dem Feuer" fragt er sich zum Beispiel, wie es dazu kommen konnte, dass die Olympischen Spiele in Peking stattfinden und wie das Event finanziert wird.

#WhereIsPengShuai - Die Story des chinesischen Tennis-Stars

Kritisch verfolgt wurde auch die Affäre um den chinesischen Tennis-Star Peng Shuai. Sie hatte im November auf der Social-Media-Plattform Weibo den früheren chinesischen Vizepremier Zhang Gaoli beschuldigt, sexuell übergriffig geworden zu sein.

Kurze Zeit später wurde der Post gelöscht und Suchanfragen nach ihr auf der Plattform brachten keine relevanten Ergebnisse mehr. Diskussionen zum Thema wurden blockiert. Danach verlor sich die Spur der Tennisspielerin für ungefähr zwei Wochen. Währenddessen ging ein Hashtag um die Welt: Unter #WhereIsPengShuai suchten Unterstützer*innen nach der Tennisspielerin.

Watching the whole tennis community, and now the whole world, getting involved into Peng Shuai's story gives me hope somehow. I just can't wait to know that she is safe and healthy. We need to know. In the meantime, let's stand together ✊ #WhereIsPengShuai

Nach 2 Wochen veröffentlichten die chinesischen Staatsmedien eine angeblich von ihr verfasste E-Mail, in der sie geschrieben haben soll: "Ich ruhe mich einfach nur zu Hause aus, und alles ist gut." Ebenfalls in den Staatsmedien aus China folgten außerdem Videos, auf denen Peng Shuai zu sehen war. Später führte sie ein Videotelefonat mit dem Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees, Thomas Bach, bei dem auch andere IOC-Mitglieder dabei waren. Laut ihnen soll Peng entspannt gewesen sein.

Im Dezember tauchte dann ein Video auf, bei dem sie von einer Reporterin befragt wird und bei einigen kritischen Nachfragen angespannt reagierte. Sie sagte, es habe einige Missverständnisse gegeben und dass sie immer frei gewesen sei.

Außerdem äußerte sich die Tennisspielerin jetzt in einem aktuellen Interview, das erneut Fragen aufgeworfen hat.

Die Besorgnis über den Fall bleibt weiterhin international bestehen.

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