Fynn Kliemann  (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance / dpa | Hauke-Christian Dittrich)

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Jan Böhmermann: Die Zerstörung von Fynn Kliemann?

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Jan Böhmermann frontet Fynn Kliemann. Gutes Image Goodbye? Worum geht's da gerade und was wird Fynn eigentlich vorgeworfen?

Fynn Kliemanns Statement gibt's weiter unten!

Das ZDF Magazin Royale veröffentlichte am Donnerstag eine neue Folge, und zwar einen Tag früher, als sie eigentlich läuft. In der Folge geht es um den Influencer, Musiker und Unternehmer Fynn Kliemann, den viele aus "Das Hausboot" mit Olli Schulz (Huch? Hat der nicht auch einen Podcast mit Böhmi?) oder als Erschaffer des "Kliemannsland" kennen.

Worum geht’s bei Fynn Kliemann und Jan Böhmermann?

Normalerweise dreht sich die Sendung um Politik, Wirtschaft oder sonstige News, die Jan Böhmermann dann offenlegt und witzig verpackt kritisiert. Gestern war Fynn Kliemann dran. Der Influencer ist dafür bekannt, dass er bei seinen Produkten auf faire Arbeitsbedingungen achtet, zum Beispiel wenn er Kleidung herstellen lässt. Letztes Jahr hat er Masken an alle möglichen Organisationen verkauft. Diese ließ er wohl in Europa herstellen - angeblich.

Jan Böhmermann berichtet jetzt im ZDF Magazin Royale, dass die Masken aber in Bangladesh von unterbezahlten Arbeiter*innen produziert würden. Böhmi zeigt als Beweis dafür in seiner Show Chatverläufe von Kliemann und seinen Geschäftspartnern, außerdem Fotos und Videos aus der Fabrik und von den Lieferkartons. Dazu kommt noch, dass Kliemann von diesen Masken 100.000 an verschiedene Unterkünfte für Flüchtende gespendet haben soll. Klingt ja erstmal gut, aber… die Masken sollen fehlerhaft produziert worden sein. Die großen Abnehmer, wie zum Beispiel About You, konnten wohl nichts mit ihnen anfangen.

Außerdem geht es um andere Unklarheiten, zum Beispiel wie und wohin das Geld der Seite LDGG (Lass dir gut gehen) fließt, bei der man sich eine Ferienunterkunft mieten kann. Oder auch bei Kliemanns Label "TwoFingerRecords".

Stimmt das?

Das ZDF Magazin Royale ist seit Langem für seinen investigativen Journalismus bekannt. Böhmi berichtet zum Beispiel von Änderungen auf der Website (aus "Spenden" wurden zum Beispiel "Soli-Beiträge"), die sich nachvollziehen lassen und sind auch von Fynn Kliemann selbst bestätigt. Andere Quellen, in denen der Influencer sich zum Beispiel für faire Arbeitsbedingungen einsetzt, sind unter dem Video verlinkt. Das ZDF Magazin Royale hat alle gesammelten Vorwürfe mit Quellen auch noch mal auf einer separaten Webseite zusammengefasst.

Das ganze Video vom ZDF Magazin Royale checkst du hier:

Warum kam die Folge ZDF Magazin Royale über Fynn Kliemann schon gestern?

Die Folge wurde deshalb gestern schon auf YouTube hochgeladen, um sich nicht (wieder) von Kliemann überholen zu lassen. Der hat nämlich, nachdem das ZDF Magazin ihm eine Anfrage zu allen Sachen, die in der Sendung behandelt werden, eine Stellungnahme auf Instagram veröffentlicht, weil er ein Fan von Transparenz sei.

Update: Statement von Fynn Kliemann

Am Freitag lag mehreren Medien zuerst ein schriftliches Statement von Fynn vor, später veröffentlicht er dann selber ein Video dazu auf Insta. Dabei entschuldigt er sich bei "allen Personen, Organisationen, Institutionen, [...] die nun 'auf den ersten Blick' enttäuscht und geschockt sind." Weiter sagt er:

Ich nehme diese Vorwürfe sehr ernst. Für einige muss ich mich entschuldigen und andere muss ich dringend richtig stellen, da jene Betrugsvorwürfe einfach nicht stimmen.

Den Vorwurf Global Tactics habe Masken in Bangladesch herstellen lassen, räumt er ein. Betont aber, er habe diese Masken weder verkauft noch beworben. Seine angebotenen Masken seien ausschließlich in Portugal und Serbien hergestellt worden.

Für Fynn sei die Anschuldigung, er habe defekte Masken an ein Geflüchtetenlager geschickt, der schlimmste Vorwurf. Denn "die Masken waren laut Produzenten nicht defekt, oder hatten eine schlechte Schutzwirkung. Sie waren einfach nur etwas größer als die ursprüngliche Vorgabe."

Sein neustes Statement findest du hier:

Im Gespräch anschließend mit dem WDR räumte Fynn am Freitag ein, keine betrügerischen Absichten, aber Fehler im Umgang mit seinen Geschäftspartnern gemacht zu haben.

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