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Nach der sogenannten „Momo-Challenge“ vor knapp zwei Jahren geht gerade wieder ein gruseliger Kettenbrief auf WhatsApp, Instagram und TikTok rum. Abgeschickt vom „Grusel-Goofy“. Warum diese Nachrichten echt gefährlich sein können, checkst du im Artikel.

Gruselige Kettenbriefe mit irgendwelchen Horror-Fotos können verstörend sein. Wenn du nach spannenden Filmen eher schlecht schläfst, solltest du nicht unbedingt weiter lesen. Wir wollten den Artikel über „Grusel-Goofy“ und „Momo“ aber trotzdem schreiben, weil es uns sehr wichtig ist, dich vor diesen Kettenbriefen zu warnen.

Wer ist „Grusel-Goofy“?

Leider werden auf WhatsApp, Instagram und TikTok gerade wieder gefährliche Kettenbriefe verschickt. Darin werden Kinder und Jugendliche dazu aufgefordert, gefährliche Sachen zu machen, die auch mit dem Tod enden können. Dass es solche Nachrichten gibt, ist leider nicht Neues. Vor knapp zwei Jahren gab es schon die „Momo-Challenge“, die durch’s Netz gegangen ist. Davon erzählen wir euch weiter unten im Artikel etwas.

Aktuell gibt es aber leider wieder eine neue Masche. Ein sogenannter „Grusel-Goofy“ mit dem Social Media-Namen JonathanGalindo schreibt wohl regelmäßig Kinder an. Das berichtet unter anderem der deutsche Cyber-Kriminologe Dr. Thomas-Gabriel Rüdiger.

JonathanGalindo sieht aus wie gruseliger Goofy

Gesicht von "Grusel-Goofy" Jonathan Galindo (Foto: Twitter)
Twitter

Sobald man die Anfrage von Galindos Profil annimmt, soll man dann die Kettenbriefe bekommen. Darin werden die Kinder dazu aufgefordert, irgendwelche absurden Dinge zu tun. Sollten sie es nicht tun, wird ihnen in den Nachrichten gedroht. Teilweise können sich die Kinder dabei in Lebensgefahr begeben, schreibt Dr. Rüdiger.

Einen ähnlich gruseligen Fall gab es schon 2018. Damals ging die "Momo-Challenge" durch die Medien. Alles Wichtige dazu haben wir hier für dich zusammengefasst.

Wer oder was ist Momo?

Momo ist eigentlich nur der Kopf einer Statue in einem Museum in Tokyo, der Vanilla Gallery. Besucher haben dem Kopf irgendwann den Namen Momo gegeben und machen gerne Fotos mit ihm.

キャー🥰😍 #タピオカ 女子と#姑獲鳥 パイセン❣️❣️出会えるのは#怨念ガールズ レボリューション!#ヴァニラ画廊 チケット制の展示です!運が良ければ乗れます🎠9/28まで!!

Momo soll einen sogenannten Yokai darstellen. Das sind Gestalten aus dem japanischen Glauben, die dafür sorgen sollen, dass man sich gut verhält. Zum Beispiel glauben einige Japaner an einen Yokai, der aussieht, wie ein riesiger Fuß und der immer erscheint, wenn man seine Wohnung nicht aufgeräumt hat. Sie glauben, dass man den Fuß dann schnell sauber machen muss, damit er einen nicht zertritt.

Was war die „Momo-Challenge“?

Auf WhatsApp fand‘ es wohl irgendjemand lustig, mit Fotos von Momo und irgendwelchen gruseligen Kettenbriefen Angst zu verbreiten. Vor allem jüngere Kinder sollten diese Grusel-Nachrichten wohl erreichen. Man hat dann auf WhatsApp eine Nachricht bekommen mit Momos Bild und zum Beispiel so einem Text:

Hallo ich bin Momo und bin vor 3 Jahren verstorben ich wurde von einem Auto angefahren und wenn du nicht möchtest das ich heute Abend um 00:00 Uhr in deinem Zimmer stehe und dir beim Schlafen zuschaue dann sende diese Nachricht an 15 Kontakte weiter. Du glaubst mir nicht?

Ausschnitt aus einem Momo-Kettenbrief

In Frankreich soll sich ein 14-Jähriger wohl sogar umgebracht haben, nachdem er eine Nachricht von Momo erhalten hatte.

Gerüchte, dass sich durch solche Momo-Briefe Kinder umgebracht haben sollen, wurden nie bestätigt. Zwischendurch war es aber so weit, dass die Polizei in manchen Städten explizit alle Eltern vor der „Momo-Challenge“ gewarnt hat.

Außerdem hat die Polizei klar gemacht, dass das Teilen und Weiterleiten solcher Kettenbriefe eine Straftat ist.

Was kann ich tun, wenn ich genau solche gruseligen Kettenbriefe bekomme?

1. NICHT WEITERLEITEN! Solche Briefe sind vollkommen ungefährlich, wenn sie nicht verbreitet werden. Keine der angedrohten Strafen wird wirklich eintreten. Wer auch immer diese Briefe ins Leben gerufen hat, hat sich einen „Spaß“ daraus gemacht und hat keine Macht, dir wirklich zu schaden.

2. Am besten meldest du das Profil bei Facebook oder TikTok, löschst die Nachricht und denkst nie wieder daran. Außerdem kannst du auch bei der Polizei anrufen und von der Nachricht berichten.

3. Wenn es dir nach so einer Nachricht schlecht geht, rede mit jemandem darüber. Zum Beispiel mit deinen Eltern – das hilft sicher! 

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