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Immer öfter werden digitale Kunstwerke, Memes, Videos und Musik als NFTs (Non-Fungible Token) verkauft. Wie das funktioniert, was ein NFT überhaupt ist und was Cro und Fynn Kliemann damit zu tun haben, erfährst du hier.

Der Begriff "NFT" ist dir sicher mittlerweile auch schon öfters begegnet. Und vielleicht hattest du dabei ein paar Fragezeichen im Kopf. Die Basics kriegst du hier:

Doge-Meme für 4 Millionen Dollar verkauft

Das legendäre Doge-Meme wurde bei einer Auktion für 4 Millionen Dollar als NFT an @pleasrdao (Twitter) verkauft - bezahlt wurde mit 1.696 Ethereum, einer Kryptowährung. Damit bricht das Doge-Meme einen Rekord. Noch nie wurde ein Meme als NFT für so viel Geld verkauft. Ein Teil des Erlöses soll laut NBC News an Wohltätigkeitsorganisationen gespendet werden.

Doge meme NFT sold for record-breaking $4 million. Credit goes to #ElonMusk https://t.co/wKCzqef8ii

Die Meme-Datenbank "Know Your Meme" hatte das Doge-Meme schon 2019 zum "Meme des Jahrzehnts" gekürt. 2010 postete Atsuko Sato auf ihrem Blog ein Foto ihres Hundes Kabosu. Das Foto ging dann auf Tumblr und Reddit krass viral und wurde zum weltweiten Meme.

Durch die Krypto-Währung Dogecoin wurde das Meme in letzter Zeit noch berühmter. Den Dogecoin gibt es zwar schon ein paar Jahre, allerdings war er in diesem Jahr weltweit immer wieder Thema, weil sich Tesla-Chef Elon Mask immer wieder dazu äußerte. Mehr Infos dazu und was das mit dem Hype um die GameStop-Aktie zu tun hat, checkst du hier:

Auch andere Memes wurden mittlerweile als NFT versteigert. Wie zum Beispiel das „Disaster Girl“ -Meme für über 500.000 Dollar.

🔥 "Disaster Girl" 🔥 @ZoeRoth8 Collected for 180 $ETH (~$411,000 USD) by @3fmusic 🚒 → https://t.co/WNUgOfpHeA https://t.co/RImrqXzxWj https://t.co/lhIsUQ8zGc

Quellcode "WWW" soll versteigert werden

Auch Tim Berners-Lee, der Erfinder und Schreiber des Quellcode "World Wide Web" bietet die Originaldateien inklusive Quellcode und Ideenskizzen jetzt beim Auktionshaus Sotheby’s als NFT an. Die Auktion soll zwischen dem 23. und 30. Juni stattfinden, sie beginnt bei 1.000 US-Dollar. Der Erlös soll wohltätigen Zwecken zugute kommen.

Cro verschenkt NFT-Coins

Im April veröffentliche Cro sein neues Album "trip" und kündigte seine Tour für 2022 an - wir hatten darüber berichtet. Jetzt veröffentlichte er die CROllectibles: NFT-Coins, die er an 10 Fans verschenken möchte. Damit haben sie (+ 1 Begleitperson) lebenslang freien Eintritt zu Cro-Konzerten. Auf all seinen Kanälen, zu denen man auch über eine eigene Webseite gelangt, will er immer wieder Rätsel posten, die gelöst werden müssen, um die Treue und das Engagement zu beweisen - das verkündete der Künstler auf Instagram:

Youtube-Klassiker "Chalie bit my finger" für umgerechnet fast 630.000 Euro verkauft

2007 wurde das legendäre Video von Charlie, der seinem Bruder Harry in den Finger beißt bei YouTube hochgeladen. Der Clip war eigentlich für die Pateneltern der Jungs gedacht und wurde nur geuploadet, weil die Datei zu groß für eine E-Mail war. Heute sind Charlie und Harry 15 und 17 Jahre alt. Ihr Video wurde inzwischen über 880 Millionen Mal geklickt. Über die Website „charliebitme.com“ wurde das Video jetzt als NFT versteigert. Heißt auch: Das Video ist möglicherweise bald offline.

Videos oder Memes als NFT gekauft - und jetzt?

Man kann sich natürlich fragen, wie sinnvoll es ist, sich etwas für viel Geld zu kaufen, was man sich auch so im Internet anschauen oder anhören kann. Unabhängig davon, dass Leute einfach gerne etwas "sammeln" oder "besitzen", wird das vor allem als Wertanlage gesehen. Wie im physischen Kunstmarkt auch, schließt man beim Kauf quasi eine Wette darauf ab, dass die Nachfrage nach der Kunst stabil bleibt, oder sogar steigt. Denn die Nachfrage bestimmt den Preis/Wert.

Auch die Musikbranche wird sich durch NFTs verändern

In den letzten 10 Jahren hat sich die Musiklandschaft durch Streaming massiv verändert. Viele Songs werden immer kürzer, haben oft nur noch kurze oder gar keine Intros und werden so konzipiert, dass sie in möglichst vielen Playlisten zu finden sind. Das hängt damit zusammen, dass nur viele Streams viel Geld einbringen.

Durch NFTs gibt es jetzt die Möglichkeit, dass der Act ohne Provision an Labels und Streamingplatformen Geld verdient, und damit freier im Songwriting ist. Das ist zumindest die Theorie. In der Praxis eher schwieriger. Die Rechte der Songs müssen ja vorher schon bei den Artists liegen, sonst können sie den Song nicht selbst als NFT anbieten.

Auch in Deutschland ist der Trend angekommen. Da Fynn Kliemann zum Beispiel eh komplett selbstbestimmt arbeitet, ist der Verkauf von Songs als NFT kein Problem. Bei anderen Artists fehlt diese Voraussetzung. Scooter und Xatar haben beispielsweise aber auch bereits Songs als NFTs verkauft oder angekündigt, es zu tun.

Meini von PULS Reportage hat sich NFTs auch mal genauer angeschaut und im Selbstversuch als NFT Künstler ausprobiert, ob er auch etwas vom Geldregen abbekommt:

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