Ukraine-Krieg: Solidarität zeige, spenden, informiert bleiben - so kannst du gerade helfen. Bild von demonstrierenden Menschen. (Foto: picture-alliance / Reportdienste, dpa | Kay Nietfeld)

Krieg in der Ukraine

#zusammenkommen: Was können wir in BW und RLP tun?

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Mit Hilfskonvois an die ukrainische Grenze, Fahrdienste oder Unterkünfte für Geflüchtete - viele Menschen aus Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg wollen in der aktuellen Situation helfen. Wie das #zusammenkommen bisher klappt und was du selbst gerade tun kannst, haben wir hier für dich zusammengefasst.

Wenn du die Nachrichten, Bilder und Postings über den Krieg in der Ukraine siehst, fühlst du dich im ersten Moment vielleicht machtlos. Tatsächlich gibt es aber ein paar Dinge, die wir tun können.

Das haben in den letzten Wochen einige Beispiele aus Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und vielen anderen Orten gezeigt. Unter dem #zusammenkommen, wollen wir sie mit dir teilen.

"Wolja": HILFE FÜR UKRAINISCHE GEFLÜCHTETE AM STUTTGARTER HAUPTBAHNHOF

Julia, Vita und Maria haben zusammen die Initiative "Wolja" (ukrainisch für "Wille") gegründet, mit der sie Geflüchteten, die am Stuttgarter Hauptbahnhof ankommen, helfen wollen.

Sie empfangen die Menschen aus der Ukraine, die oft nur mit einer kleinen Tasche ankommen, versorgen sie mit Wasser und ein paar Lebensmitteln, helfen bei Übersetzungen, bei der Schlafplatzsuche oder auch beim Ticketkauf für die Weiterreise.

Ständiger Begleiter sind dabei aber auch ihre eigenen Sorgen: Julia und Vita sind vor drei Jahren nach Stuttgart gekommen und arbeiten hier als Krankenpflegerinnen, ihre Familien sind aber noch in der Ukraine.

"Wir wünschen uns nur, dass das endet" - Maria ist (noch) vor Ort in der Ukraine

Maria hat mit uns über die ukrainische Perspektive gesprochen: Sie lebt und arbeitet als Dolmetscherin und Pressesprecherin für eine internationale Kinderwunschklinik in einer Stadt im Norden der Ukraine, ca. 130 km von Kyjiw entfernt.

Auch dort gab es Explosionen, eine Schule wurde zerstört, die Sirenen begleiten sie den ganzen Tag. In kurzen Alarm-Pausen versucht sie, ihr Leben weiter zu führen.

Wenn die Sirene aus ist, versuchen wir weiterzuleben. Aber das ist irgendwie nur vegetieren.

Ihr Wunsch:

Uns liegt es jetzt daran, dass wir hier normal wohnen, funktionieren und dass wir einfach nicht sterben müssen. Nicht, dass ich im Gang sitze und warte: Trifft mich die Bombe oder werde ich diesmal verschont?

Trotzdem bleibt sie im Moment in der Ukraine - wegen ihrer Familie, die sie nicht zurücklassen möchte. Dass sie das Land irgendwann doch noch verlässt, kann sie nicht ausschließen. "Aber nicht heute und nicht morgen."

Sie selbst - und viele andere Menschen, die in "sichereren" Gebieten sind - würden versuchen, irgendwie hoffnungsvoll zu bleiben, denn "ansonsten würde das zu viel Selbstzerstörung bedeuten.“ Die meisten hätten diese Möglichkeit aber nicht. Maria meinte im DASDING-Interview dazu: „Es gibt Menschen, deren Psyche total zerstört wird.“

"Job Aid Ukraine": Jobbörse für Geflüchtete aus der Ukraine

Aber wie kann Menschen, die die Ukraine verlassen müssen, langfristig geholfen werden? Mit der Frage hat sich Markus beschäftigt.

"So unglaublich viele Menschen sind auf dem Weg zu uns aus der Ukraine. Und Integration und ein gutes Miteinander funktioniert nur, wenn die Leute nicht nur als Flüchtlinge zu uns kommen, sondern hier auch eine Chance auf einen Job haben, auf Arbeit, auf Sport, Musik miteinander zu machen oder auch auf Schule und Bildung" hat Markus im DASDING-Interview gesagt.

Er hat sich deshalb überlegt, was er selbst dazu beitragen kann. Aus beruflichen Gründen ist er ziemlich gut vernetzt. So entstand die Idee zur dreisprachigen Plattform jobaidukraine.com, die gemeinsam mit einem Gründerteam entstanden ist und an der gerade jede Menge Menschen ehrenamtlich arbeiten.

Die erste Auswertung sei zwar eine Schätzung, stimme aber zuversichtlich:

Wir denken, dass wir ca. 1000 Vorstellungsgespräche vermittelt haben.

Inzwischen seien mehr als 10.000 Jobs auf der Seite eingestellt worden.

Was können wir gerade sonst noch tun?

Klar: Nicht jede*r hat die Möglichkeit, eine Job-Plattform zu starten oder selbst an die Grenze zu fahren. Es gibt aber auch noch viele andere Arten, wie wir etwas tun können.

1️⃣ Solidarität zeigen: Demos für die Ukraine

In vielen Städten finden Demonstrationen und Kundgebungen statt, bei denen sich Menschen mit der Ukraine solidarisieren. Wenn du selbst teilnehmen willst, informiere dich am besten auf offiziellen Seiten wie der Webseite deiner Stadt oder bei anderen vertrauenswürdigen Quellen und checke vorher, wer genau hinter der Kundgebung steckt.

2️⃣ Spenden und Hilfsangebote für die Ukraine

Wenn du die finanziellen Möglichkeiten hast, kannst du auch Geld spenden. Achte dabei aber unbedingt darauf, dass das Geld auch an seriöse Organisationen geht.

Beispiele dafür findest du hier, indem du durch den Post swipst:

Es gibt auch noch andere Anlaufstellen. Um herauszufinden, ob sie seriös sind oder nicht, können dir vielleicht diese Tipps weiterhelfen:

Hier kannst du direkt helfen mit Sachspenden und Unterkünften in RLP und BW

In vielen Städten in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz werden aktuell Sachenspendenaktionen organisiert oder Anlaufstellen eingerichtet, an die ihr euch wenden könnt. Zum Beispiel hier:

Hilfe für Ukraine in Karlsruhe

Unterkünfte für Geflüchtete aus der Ukraine anbieten in Mainz

Aktuell werden Unterkünfte in der Housing Area in Gonsenheim, aber auch in einem Hotel vorbereitet. Die Stadt sagt, etwa 500 Menschen könnten so untergebracht werden. Gleichzeitig hat der Oberbürgermeister dazu aufgerufen, freien Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Wenn ihr Platz habt, zum Beispiel ein freies WG-Zimmer, könnt ihr euch hier melden: fluechtlingskoordination@stadt.mainz.de oder 61224calendar@gmail.com.

So könnt ihr in Koblenz der Ukraine helfen

Für mehr Infos könnt ihr einfach durch den Post swipen auf dem weißen Pfeil rechts im Bild.

3️⃣ Über den Ukraine-Krieg informiert bleiben

Wenn du Informationen suchst, solltest du immer auf die Quelle achten. Gerade kursieren auch sehr viele Gerüchte, falsche Informationen oder Fake-Fotos und -Videos. Teile keine Inhalte, von denen du nicht weißt, woher sie kommen oder wie seriös die Quellen sind.

Geprüfte Infos bekommst du zum Beispiel bei der Tagesschau (auch auf Instagram @tagesschau), bei Angeboten wie der @news_wg oder auch hier auf DASDING.de im Bereich „Newszone“.

4️⃣ Achte trotz der aktuellen Nachrichtenlage auch auf dich selbst

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