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Das bin ich (Foto: DASDING)

Gibt es bald noch strengere Maßnahmen, um das Coronavirus einzudämmen? Wird die Politik einen noch härteren Lockdown beschließen? Gerade wird überall diskutiert, wie es in den nächsten Wochen weitergehen könnte. Mittendrin ist der Ausdruck „Zero Covid“ aufgetaucht. Aber was bedeutet das eigentlich?

Bisher hieß die Strategie gegen das Coronavirus: Die Zahl der (schweren) Fälle möglichst gering halten, sodass das Gesundheitssystem nicht überlastet wird und parallel dazu an einem Impfstoff arbeiten.

Wer nochmal wissen möchte, wie das Prinzip #FlattenTheCurve funktioniert, kommt hier zum Erklär-Video von Mai Thi, über das zu Beginn der Pandemie viel gesprochen wurde.

Ein paar Monate nach Mai This Video erreichen die Zahlen der Neuinfektionen und Todesfälle aber neue Höchstwerte. Obwohl es seit Mitte Dezember in Deutschland schon neue Regeln und Maßnahmen gibt, die auch als „harter Lockdown“ bzw. Shutdown bezeichnet werden, ändert sich an der steigenden Kurve kaum etwas.

Dazu kommen Sorgen um neue Virus-Mutationen. Die Initiative „Zero Covid“ fordert deshalb ein deutlich härteres Vorgehen als bisher.

Was ist der Plan der Initiative „Zero Covid“?

Auf der Seite der Initiative wird das so formuliert:

Wir brauchen jetzt einen radikalen Strategiewechsel: kein kontrolliertes Weiterlaufen der Pandemie, sondern ihre Beendigung. Das Ziel darf nicht in 200, 50 oder 25 Neuinfektionen bestehen – es muss Null sein.

"Zero Covid"-Initiative

Dazu solle laut der Initiative unter anderem ein strenger Shutdown beitragen. „Fabriken, Büros, Betriebe, Baustellen, Schulen müssen geschlossen und die Arbeitspflicht ausgesetzt werden“, heißt es auf der Seite.

Gleichzeitig solle ein „umfassendes Rettungspaket“ geschaffen werde, das Menschen, die besonders schwer davon getroffen werden, absichere. Laut den „Zero Covid“-Initiatoren könnte das durch eine europaweite „Covid-Solidaritätsabgabe auf hohe Vermögen, Unternehmensgewinne, Finanztransaktionen und die höchsten Einkommen“ möglich werden. Es wird außerdem gefordert, dass der Gesundheitsbereich ausgebaut und Impfstoffe „der privaten Profiterzielung entzogen werden".

Als Vorbilder für solche weitreichenden Maßnahmen wie strenge Shutdowns werden oft Länder wie Neuseeland oder Australien genannt. Kritiker der „Zero Covid“-Initiative weisen dabei aber unter anderem auf geografische Unterschiede zwischen Australien, Neuseeland und Europa hin.

Wer steckt hinter „Zero Covid“?

Eine Liste an Erstunterzeichner*innen ist ebenfalls auf der Seite der Initiative zu finden. Darunter sind Alten- und Krankenpfleger*innen, Gewerkschafter*innen, Ärzt*innen, Wissenschaftler*innen, Kulturschaffende und einige mehr zu finden, darunter auch Namen wie Klimaaktivistin Luisa Neubauer.

Eine ähnliche Initiative gab es vor einer ganzen Weile auch schon in Großbritannien.

Ausgangssperre, Homeoffice-Pflicht, FFP2-Masken? Welche neuen Corona-Maßnahmen kommen jetzt auf uns zu?

Dass konkrete Maßnahmen davon tatsächlich umgesetzt werden sollen, ist im Moment aber nicht bekannt.

Stattdessen wurden beim vorgezogenen Bund-Länder-Treffen am 19. Januar unter anderem neue Homeoffice-Regeln und eine strengere Maskenpflicht im ÖPNV und in Geschäften beschlossen.

Genauer kannst du das nochmal hier nachlesen:

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