Nur 5,9 Prozent der Deutschen gründen eigene Unternehmen. Somit gibt es in Relation etwa drei Mal mehr migrantische Unternehmer - laut Tagesschau sind es fast 20 Prozent. Von Kiosk, Obst- und Gemüsehandel über Fahrschule bis hin zu technischen Innovationen wie Solaranlagen, aus denen sauberes Trinkwasser gewonnen werden kann, ist jede Art von Unternehmen dabei.
Für einige ist es Familientradition, ein Unternehmen zu gründen
Manchmal sind es die Großeltern, die entweder in der Heimat schon einen eigenen Laden hatten oder sich in Deutschland ihr Geschäft aufgebaut haben. Damit haben sie ihre Kinder oder sogar Enkelkinder inspiriert, sich selbständig zu machen. Auch Erfolgsstorys von beispielsweise BioNTech-Gründerin und -Gründer Özlem Türeci und Uğur Sahin motivieren Menschen mit Migrationserfahrung zu gründen.
Die diversen Unternehmerinnen und Unternehmer bereichern die deutsche Wirtschaft und haben einen Einfluss auf die Unternehmenskultur in Deutschland. Denn auch wenn die Kommunikation manchmal schwierig ist, schaffen sie es, sich etwas aufzubauen.
Was tun, wenn es Probleme bei der Gründung gibt?
Es gibt für Migras verschiedene Hürden bei der Gründung: finanzielle Schwierigkeiten, Sprachbarrieren oder kulturelle Unterschiede. Ali Al-Hakim, der die Boreal Light GmbH gegründet hat und mit seinem Unternehmen in afrikanischen Ländern aus Salzwasser Trinkwasser macht, erzählt:
Wir haben einmal von einer Bank eine Absage bekommen, weil uns etwas zu trinken angeboten wurde, das wir höflich ablehnten, da es Ramadan war und wir nichts essen und trinken durften. Der Bankmitarbeiter fand dies sehr befremdlich.
Hier bekommst du Hilfe: Gülşah Wilke gründete 2hearts. Es ist ein Netzwerk, das migrantische Gründerinnen und Gründer vernetzt und unterstützt.
Der Bayerische Rundfunk hat gecheckt, ob sich eine eigene Filmfirma lohnt: