Zwei Preisschilder hängen im Kühlregal vor einer Packung mit Wiener Würstchen. Penny sorgt ab Montag (31.0.07.2023) für einen Preisschock der eigenen Art. Für neun Produkte kassiert das Unternehmen die «wahren Preise». Dabei werden auch verdeckte Kosten etwa für Umweltverschmutzung bei der Produktion berücksichtigt. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Oliver Berg)

Experiment

6 statt 3,19 Euro - DESHALB verdoppelt Penny den Preis von Würstchen

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Alina Surawicz
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Auch Käsewürfel sind ab Montag 94 Prozent teurer. Die krasse Preiserhöhung ist ein wissenschaftliches Experiment.

Das Experiment geht eine Woche lang und findet in allen deutschen Penny-Filialen statt. Ab Montag verlangt Penny in dieser Zeit für neun seiner Produkte die "wahren Preise". Das ist der Betrag, der eigentlich berechnet werden müsste, wenn man alle durch die Produktion verursachten Umweltschäden berücksichtigt.

"Wahre Preise" bei Penny: Wie kam es dazu?

Hinter dem Experiment stecken die technische Hochschule Nürnberg und die Uni Greifswald. Der Händler will mit dem Schritt mehr Bewusstsein für die Umweltbelastungen durch die Lebensmittelproduktion schaffen. Das zusätzlich verdiente Cash will Penny unter anderem für ein Projekt zum Klimaschutz spenden.

Zu den neun Produkten gehören zum Beispiel Wiener Würstchen und Maasdamer Käse. Im Vergleich: Bei einem veganen Schnitzel erhöhte sich der Preis nur um fünf Prozent. Das vegane Schnitzel kann also mit weniger Umweltschäden produziert werden als beispielsweise die Wiener Würstchen.

Auch Lebensmittelabfälle sind ein Problem. Was Supermärkte wie Aldi, Lidl und Edeka dagegen unternehmen wollen, erfährst du hier:

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