Slowakei, Ministerpräsident Robert Fico durch Schüsse lebensgefährlich verletzt.

Verbrechen

Attentat: Zustand von Slowakei-MP weiter "sehr ernst"

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Hans Liedtke
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Louis Leßmann
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Ein Mann hat den slowakischen Ministerpräsidenten Robert Fico angeschossen und schwer verletzt. Das ist bisher bekannt.

Nach dem Attentat auf ihn musste Fico zwei Mal operiert werden. Laut seiner Ärztin liegt er noch im Krankenhaus auf der Intensivstation. Er ist wieder stabil und kann ein paar Sätze sprechen. Aber: Der designierte slowakische Präsident Peter Pellegrini sagt, dass Fico "sehr sehr erschöpft" ist. "Die Situation ist noch sehr kritisch". 

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Slowakischer Präsident Fico ist nicht mehr in Lebensgefahr

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Slowakischer Präsident Fico ist nicht mehr in Lebensgefahr

Das ist in der Slowakei passiert:

  • Am Mittwoch hat ein Mann fünf Mal aus kurzer Distanz auf Fico geschossen und den Politiker dabei mehrfach schwer verletzt.
  • Die Schüsse sind nach einer Regierungssitzung in der Stadt Handlowa gefallen.
  • Fico wurde in einem Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen, wo er mehrere Stunden operiert werden musste.
  • Der mutmaßliche Täter - ein 71-jähriger Mann - wurde festgenommen.
  • Die Regierung spricht von einem "Mordanschlag" und geht von einem politischen Motiv aus.

Das ist zum Täter bekannt

Der 71-Jährige wurde von Sicherheitskräften überwältigt und festgenommen. Es soll sich um einen Schriftsteller handeln, der unzufrieden mit den Ergebnissen der Präsidentschaftswahl gewesen sein soll. Die Waffe besitzt er nach Angaben des Sohnes legal. Der Innenminister sagt, es handelt sich bei dem Mann um einen "Einzelgänger".

Wer ist der slowakische Ministerpräsident Robert Fico?

Der Russland-freundliche Fico wurde im Oktober 2023 Regierungschef. Er stoppte unter anderem die Militärhilfe der Slowakei für die Ukraine. Fico war bereits vorher Regierungschef. 2018 musste er nach der Ermordung des Journalisten Jan Kuciak und dessen Verlobter zurücktreten. Kuciak hatte zu Verbindungen zwischen der italienischen Mafia und Ficos Regierungspartei recherchiert.

Erst vor Kurzem gab es Wahlen in der Slowakei:

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Die dpa ist eine Nachrichtenagentur. Dort arbeiten Journalisten, Kameraleute, Fotografen. Sie sind in Deutschland und weltweit bei wichtigen Ereignissen dabei. Informationen, Bilder und Videos stellen sie anderen zur Verfügung. Das hat den Vorteil, dass Zeitungen, Sender und Online-Portale über Themen berichten können, bei denen sie keine eigenen Leute vor Ort hatten. Weitere Nachrichtenagenturen, mit denen wir arbeiten, sind zum Beispiel Reuters, AFP, AP und SID.

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