Plakate vom türkischen Präsident Erdoğan vor einer Mosche zur Kommunalwahl in der Türkei am 31. März.  (Foto: IMAGO, IMAGO / ZUMA Wire)

Türkei

Erdoğan: "Das wird meine letzte Wahl"

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Katharina Kunz
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Die Türkei ohne Erdoğan? Für viele kaum vorstellbar. Doch der Präsident hat jetzt gesagt: Nach dieser Wahl ist Schluss.

Ende März wird der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan noch einmal bei der Kommunalwahl für seine Partei kämpfen. Das wird für ihn dann die letzte Wahl sein, sagte der 70-Jährige bei einer Veranstaltung. Er steht zwar nicht selbst zur Wahl, für seine Partei (AKP) geht es aber um eine mögliche Regierungsübernahme in Ankara und Istanbul.

Ich arbeite ohne Unterbrechung. Wir laufen, ohne zu verschnaufen, denn für mich ist dies ein Finale.

Ob das wirklich so kommt? Fachleute sehen die Aussage skeptisch: Der türkische Journalist Ragip Soylu geht davon aus, dass Erdoğan die Menschen dazu bringen will, ihn noch mal zu wählen. Auf X schreibt er:

I feel like Erdogan is building emotions with this statement to capture more cities in the mayoral race, yet 2028 is a really distant future. He may change his mind a few times until then or could try to amend the constitution. https://t.co/viMG07eb9u

So lange ist Erdoğan schon Präsident in der Türkei

  • Seit mehr als 20 Jahren steht Erdoğan mit seiner Partei AKP an der Spitze der Türkei.
  • 2003 wurde er Ministerpräsident,
  • 2014 dann Staatspräsident.

Die nächste Präsidentschaftswahl findet 2028 statt. Bis dahin ist Erdoğan der gewählte Staatspräsident. Kritiker sagen, schon bei der letzten Wahl 2023 hätte er laut Verfassung nicht mehr antreten dürfen.

In Deutschland könnte es bald eine türkische Partei geben:

Politik AKP im Deutschen Bundestag? Ableger will bei deutscher Wahl antreten

Konkret geht es um die Vereinigung DAVA. Kritiker sagen, sie sei ein Ableger der türkischen AKP - Erdoğan Partei.

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Die AFP (Agence France-Presse) ist eine Nachrichtenagentur. Dort arbeiten Journalisten, Kameraleute, Fotografen. Sie sind in Deutschland und weltweit bei wichtigen Ereignissen dabei. Informationen, Bilder und Videos stellen sie anderen zur Verfügung. Das hat den Vorteil, dass Zeitungen, Sender und Online-Portale über Themen berichten können, bei denen sie keine eigenen Leute vor Ort hatten. Weitere Nachrichtenagenturen, mit denen wir arbeiten, sind zum Beispiel dpa, Reuters, AP und SID.

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