Soldaten tragen General Brice Clothaire Oligui Nguema. Nach dem Putsch in Ganun ist er als Übergangspräsident eingesetzt worden.

Militärputsch

Nach Putsch: So ist die Lage in Gabun

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Max Stokburger
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Niklas Behrend
Niklas Behrend

Soldaten haben in Gabun die Regierung von Präsident Ali Bongo gestürzt. Viele aus der Bevölkerung sollen das feiern.

Mittlerweile hat das Militär den Chef der Republikanischen Garde Brice Oligui Nguema als Übergangspräsidenten eingesetzt. Mehrere hochrangige Soldaten hatten am Mittwoch die Macht in Gabun übernommen. Warum? Das Militär wirft Ali Bongo vor, bei der Wahl am letzten Wochenende betrogen zu haben. Außerdem sagen die Soldaten, dass es im Land eine heftige wirtschaftliche und soziale Krise gibt. Was bisher bekannt ist, steht hier:

  • Die staatlichen Einrichtungen in Gabun wurden aufgelöst.
  • Das Militär hat die Grenzen des Landes geschlossen.
  • Ali Bongo soll unter Hausarrest stehen, sein Sohn Noureddin Bongo Valentin soll festgenommen worden sein.
  • Bongo soll seine "Freunde" in Onlinemedien aufgerufen haben, ihn zu supporten.
  • Die deutsche Bundesregierung verfolgt die Lage "mit Sorge" und verurteilt den Putsch.

💡: Die Machtübernahme einer Regierung durch das Militär heißt Militärputsch.

Putsch in Gabun: Menschen feiern

Nach Tagesschau-Infos feierten hunderte Menschen nach der Machtübernahme auf den Straßen in der Hauptstadt Libreville. Seit Langem gibt es Kritik an der seit über 55 Jahren regierenden Bongo-Familie.

Auf Social Media gibt es ein Video, das die feiernden Menschen zeigen soll:

Menschen singen Le PDG est tombé. Die PDG (Regierungspartei von Gabun) ist gefallen.#Gabun #Gabon pic.twitter.com/sQbEWg13GC

Afrika: Auch hier regiert das Militär

Erst vor wenigen Wochen hatte es im westafrikanischen Land Niger einen Militärputsch gegeben. Dort wurde die Regierung von Präsident Mohamed Bazoum gestürzt. Danach hat das Land mit Burkina Faso und Mali einen Militärpakt beschlossen. Auch dort regieren Soldaten.

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