Bei einem Polizeieinsatz in einem Vorort von Paris ist ein 18-Jähriger gestorben. Jetzt gibt es heftige Ausschreitungen. (Symbolbild) (Foto: IMAGO, IMAGO / MAXPPP)

Paris

Junge Menschen greifen Polizeiwache an: Was steckt dahinter?

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Max Stokburger
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Bei einem Polizeieinsatz in einem Vorort von Paris ist ein 18-Jähriger gestorben. Jetzt gibt es heftige Ausschreitungen.

Rund 50 junge Leute haben am späten Sonntagabend eine Polizeiwache mit Molotowcocktails, Steinen und Feuerwerkskörpern angegriffen. Laut Zeitung Le Parisien haben sie auch Mülltonnen angezündet. Zwei Polizisten wurden offenbar verletzt

Die Wache liegt im Pariser Vorort La Courneuve. Insgesamt sollen neun Menschen festgenommen worden sein. Die Polizei will jetzt rund 100 zusätzliche Polizisten einsetzen, um weitere Ausschreitungen zu verhindern.

18-Jähriger stirbt bei Polizeieinsatz bei Paris

Am Mittwochabend war im Nachbarort Aubervilliers ein 18-Jähriger auf einem Motorroller von einem Polizeiauto gerammt und tödlich verletzt worden. Die Polizei sagt, dass die Angriffe auf die Wache damit zusammenhängen. Die Angreifer würden aus einem Viertel des Opfers stammen. Außerdem soll auf Social Media dazu aufgerufen worden sein, den Tod des jungen Mannes zu rächen.

  • Die Polizei sagt, dass der 18-jährige Rollerfahrer die Haltezeichen eines Polizeiwagens ignoriert hat. Ein weiterer Streifenwagen habe dann einem Taxi ausweichen müssen und sei deshalb in den Roller gekracht.
  • Angehörige des 18-Jährigen glauben das nicht. Sie werfen der Polizei Vorsatz vor.

Im letzten Jahr hatte es in der Nähe von Paris tagelang krasse Ausschreitungen gegeben. Auslöser war der Tod eines 17-Jährigen bei einer Polizeikontrolle:

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