Iranische Fahne (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Monika Skolimowska)

Iran

Tod nach Verhör? 20-jährige Iranerin stirbt

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Basti Schmitt
Bastian Schmitt  (Foto: SWR DASDING)
Hans Liedtke
Hans Liedtke  NEWSZONE (Foto: SWR DASDING)

Eine junge Frau kommt im Iran ums Leben. Hat die Regierung damit was zu tun? Der Fall weckt Erinnerungen an Mahsa Amini.

Wie ist Sara Tabrisi wirklich gestorben? Diese Frage stellen sich gerade viele junge Menschen im Iran. Aktuell gibt es zwei Versionen:

  • Aktivisten behaupten, dass Sara kurz vor ihrem Tod vom Geheimdienst verhört und unter Druck gesetzt wurde. Im November sei Sara an der Ausreise gehindert, verhaftet und später zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Das sagt die Menschenrechtsorganisation "Hawar.help".
  • Die Justiz sagt laut iranischen Nachrichtenagenturen, dass Saras Vater sie schon vor einer Woche tot in ihrer Wohnung gefunden hat. Ein Verhör vom Geheimdienst habe es nicht gegeben.

Welche Version zu Sara Tabrisis Tod stimmt?

Unabhängig prüfen lässt sich aktuell keine Version. Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi gibt der Regierung die Schuld. Sie sagt, Sara habe ihr von schrecklichen Dingen im Gefängnis erzählt. Viele im Iran zweifeln an der Regierung und glauben den offiziellen Erklärungen nicht. Einen ähnlichen Fall gab es schon 2022, als Jina Mahsa Amini gestorben ist. Sie soll ihr Kopftuch nicht richtig getragen haben und ist kurz nach ihrer Festnahme gestorben. Schon damals gab es heftige Proteste.  

Im Iran fand die erste Wahl seit den Massenprotesten im Jahr 2022 statt:

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