Die Trümmer eines Hotels in der Türkei. Ein Jahr nach den Erdbeben laufen die Arbeiten für den Wiederaufbau noch immer.

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Erdbeben in der Türkei und Syrien: Wie ist die Lage jetzt?

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Alicia Tedesco
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Djamila Chastukhina
Djamila Chastukhina

Vor einem Jahr erschütterten Erdbeben die Türkei und Syrien - mit vielen Toten. Noch immer sind die Folgen spürbar.

Am 6. Februar 2023 trafen zwei Erdbeben die Türkei und Syrien. Rund 60.000 Menschen starben dabei, die meisten in der Türkei. Etwa 3,5 der 14 Millionen betroffenen Menschen hatten die Südosttürkei nach dem Erdbeben verlassen - ein Teil davon ist mittlerweile wieder zurück.

Wie ist die Lage ein Jahr nach dem Erdbeben in der Türkei?

Viele Menschen leiden unter posttraumatischen Belastungsstörungen. Wenn es regnet, flüchten sie in ihre Autos, weil es auch am Tag der Erdbeben geregnet hat. Die hygienischen Bedingungen sind schlecht, Strom und Heizung fallen oft aus, die Unterkünfte sind eng.

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Ein Jahr nach dem Erdbeben: Wie ist die Lage?

Dauer

Am 6. Februar 2023 bebte die Erde in der Südosttürkei, kurz danach wieder. Unzählig viele Häuser stürzten ein, begruben Menschen unter sich. Auch ein Jahr danach sitzt der Schock durch das Erdbeben noch tief.

Wie läuft der Wiederaufbau?

  • Laut der Katastrophenschutzbehörde Afad sollen in den nächsten Wochen 46.000 Wohnungen fertig sein. Präsident Erdoğan wollte innerhalb eines Jahres rund 300.000 Wohngebäude bauen - das war im April 2023. Sein Ziel scheint aktuell kaum erreichbar.
  • Die Zeltstädte sind laut der türkischen Regierung aufgelöst worden. Eine unbekannte Anzahl an Menschen lebt trotzdem noch in Zelten. Sie haben nach eigenen Angaben Angst, in ihre Häuser zurückzukehren, oder wollen in der Nähe ihres alten Viertels bleiben.
  • Mediziner machen sich Sorgen, dass giftige Stoffe wie Asbest die Gesundheit der Menschen immer noch gefährden könnten. In den betroffenen Gebieten wurde der Stoff in etwa einem Drittel der Proben gefunden. FYI: Asbest ist nachgewiesen krebserregend und wurde für die Dämmung von Gebäuden verwendet - auch in der Türkei. Mittlerweile ist es verboten.

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