Nachttanzdemo in Freiburg: Der nicht genehmigte Demonstrationszug startete in der Dämmerung, Tausende schlossen sich an  (Foto: SWR, Ina Held)

Freiburg

Unangemeldete Demo für das Nachtleben

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Johannes Seiler
Johannes Seiler (Foto: SWR DASDING)
Hannah Bechmann
Hannah Bechmann (Foto: Hannah Bechmann)

Rund 3.500 Menschen haben in der Nacht auf Sonntag für das Nachtleben demonstriert - die Demo war aber nicht angemeldet.

Schon am Freitagabend gab es eine Demo bei der ungefähr 150 Menschen gegen Einschränkungen im Freiburger Nachtleben demonstriert haben. Für Samstag wurde eine Versammlung mit dem Namen "Nachttanzdemo für subkulturelle Freiräume" angemeldet. Die Stadt Freiburg verbot sie aber, weil sie sich um die Ordnung und Sicherheit in der Stadt sorgte.

Demo trotz Verbot

Trotzdem haben sich am Samstag gegen 21:30 rund 3.500 Menschen im Bereich der Eschholzstraße in der Freiburger Innenstadt versammelt und sind rund 3,5 Stunden durch die Stadt in Richtung Vauban gezogen. Stress gab es während der Demo laut Polizei aber nicht. Es wurde ein bisschen Pyrotechnik gezündet und eine Person wurde festgenommen, weil sie einen Polizisten bespuckt hatte.

Warum die Demo in Freiburg?

Grund für die Demonstration ist ein schon länger dauernder Konflikt zwischen Anwohnern und Anwohnerinnen auf der einen Seite, die der Lärm und der viele Müll stört. Auf der anderen Seite sind junge Menschen, die sich wegen der Einschränkungen und Verbote aus der Stadt Freiburg vertrieben fühlen. In den meisten Parks sind zum Beispiel Musikboxen ab 23 Uhr verboten.

Das ist sonst so in Freiburg passiert:

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