Eine junge Frau hält einen Burger der Burger-Kette "Hans im Glück". - Ein geheimes Treffen von AfD-Politikern mit Neonazis und Unternehmern hat erste Konsequenzen. Die Restaurantkette "Hans im Glück" hat sich mit sofortiger Wirkung von ihrem Mitinhaber Hans-Christian Limmer getrennt. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Matthias Balk)

"CORRECTIV"-Recherche

Geheimes Treffen von Rechtsextremen: Das hat die Burgerkette "Hans im Glück" damit zu tun

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Isabel Gebhardt
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Louis Leßmann
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"Hans im Glück" ist gerade in den Schlagzeilen. Es geht um Rechtsextreme und die Trennung von einem Mitgesellschafter.

Am Mittwochabend hat "Hans im Glück" bekanntgegeben, dass sich die Kette von Mitgesellschafter Hans-Christian Limmer trennt. Kurz davor hatte die "CORRECTIV" veröffentlicht, dass es eine Versammlung gegeben hat, bei der Rechtsextreme, AfD-Politikern und andere Leuten über die Vertreibung von Menschen mit Migrationsgeschichte aus Deutschland gesprochen haben.

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So reagiert "Hans im Glück" auf die CORRECTIV-Recherche

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Ein geheimes Treffen von AfD-Politikern mit Neonazis und Unternehmern hat erste Konsequenzen. Die Restaurantkette "Hans im Glück" hat sich mit sofortiger Wirkung von ihrem Mitinhaber Hans-Christian Limmer getrennt. Anna Joneczek- was sagt das Unternehmen zur Begründung?

Das hat Hans-Christian Limmer gemacht

Limmer, der jetzt Ex-Mitgesellschafter von "Hans im Glück" ist, soll Mitveranstalter des Treffens gewesen sein. Er war laut der Recherche eine der Personen, die zu der Versammlung eingeladen hatten. Bei dem Treffen sei er aber nicht dabei gewesen. In einer Stellungnahme von "Hans im Glück" heißt es, Limmer sei "bestürzt über die dort erhobenen Forderungen". 

Das sagt "Hans im Glück" dazu!

Nach Angaben der Burgerkette hat Limmer angeboten, seinen Posten bei "Hans im Glück" aufzugeben. Die anderen Mitgesellschafter hätten das angenommen. Weiter hieß es:

Als Unternehmen Hans im Glück Franchise GmbH distanzieren wir uns klar von rechtsextremen Ansichten, sie stellen das genaue Gegenteil unserer Grundwerte dar.

Um was ging es bei dem Geheimtreffen?

Beim Treffen ging es laut "CORRECTIV" um einen "Masterplan", mit dessen Hilfe man zugewanderte Menschen loswerden wollte. Der Plan sehe auch die Abschiebung von deutschen Staatsbürgern mit Migrationsgeschichte vor.

Mehr Infos dazu gibts hier:

Geheimtreffen "CORRECTIV": Wollen AfD-Politiker Millionen Menschen vertreiben?

Im November fand wohl eine Versammlung von Rechtsextremen, AfD-Politikern und reichen Helfern mit diesem Ziel statt.

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