Auf dem offiziellen Profil der Plattform X auf dem Bildschirm eines Smartphones und auf dem Display eines Laptops ist der weiße Buchstabe X auf schwarzem Hintergrund zu sehen. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Monika Skolimowska)

Nahostkonflikt

Fake News zu Israel und Hamas auf Social Media: Darauf solltest du achten

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Louis Leßmann
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Aslı Kaymaz
Asli Kaymaz (Foto: SWR DASDING)

Die Plattformen sind voller falscher Infos zum Nahostkonflikt. TikTok, Meta und X wurden deswegen von der EU kritisiert.

Ein virales Bild zeigt angeblich israelische Soldaten, die von der Hamas gefangen genommen wurden. Die Wahrheit: Das Bild ist aus 2022 und wurde während einer Militärübung in Gaza aufgenommen. Auch Bilder und Videos aus Syrien werden fälschlich genutzt, um vermeintliche Kämpfe zwischen Israel und der Hamas zu zeigen.

"Correctiv" hat in diesem Beitrag weitere Fake News aufgedeckt:

Angeblich geköpfte Säuglinge: Israel äußert sich

Seit Dienstag kursieren Berichte in den sozialen Netzwerken und Medien über die von Israel zurückeroberte Siedlung Kfar Aza in der Nähe des Gazastreifens. Laut Berichten soll die Hamas dort Babys geköpft haben. Die israelische Armee hat auf Anfrage der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu Ajansı aus der Türkei gesagt, dass ihr keine Informationen dazu vorliegen und sie die Berichte nicht bestätigen kann.

Die Gefahr von Social Media bei Konflikten

Bei Krisen und Kriegen kann Social Media sehr schnell Informationen liefern. Imran Ahmed, Geschäftsführer eines Zentrums gegen Hass im Internet, warnt aber:

Die Flut von Betrügern, die Lügen und Hass verbreiten, um Online-Interaktionen und Anhänger zu gewinnen, kombiniert mit Algorithmen, die diese extremen und beunruhigenden Inhalte fördern, ist der Grund, warum Social Media tatsächlich ein so schlechter Ort ist, um an zuverlässige Informationen zu gelangen.

Die falschen Informationen könnten die Gewalt noch weiter anheizen, sagt Alessandro Accorsi von der Denkfabrik Crisis Group. Es sei schwierig, die Lage zu durchblicken bei all den "manipulierten, gefälschten, alten Videos und Bildern von Angriffen".

Fake News: EU kritisiert TikTok, Meta und X

Die Flut an Fake News hat sogar die EU-Kommission auf den Plan gerufen. Sie hat TikTok, den Instagram-Konzern Meta und X - früher Twitter - angezählt, weil dort die Verbreitung solcher Inhalte ermöglicht werde. Elon Musk hatte sogar gepostet, dass seine Follower zwei "guten" Accounts folgen sollen, um sich über den Nahostkonflikt zu informieren. Die Seiten sind allerdings bekannt dafür, Fehlinformationen zu verbreiten. Musk wurde dafür hart kritisiert, der Tweet ist mittlerweile gelöscht.

So schützt du dich gegen Fake News:

Fake News zu erkennen kann sehr komplex sein. Hier sind ein paar essenzielle Tipps, die du bei Nachrichten anwenden kannst:

  1. Quellen checken! Woher kommt das Bild oder die Meldung ursprünglich? Welche Quellen sind angegeben?
  2. Hinterfragen: Was hat derjenige davon, das zu verbreiten? Welches Interesse steckt dahinter?
  3. Googlen: Gib die News in die Suchmaschine ein und check, ob sie vielleicht schon von anderen Seiten als fake enttarnt wurde.

Ausführliche Tipps gegen Fake News findest du hier:

Erst checken, dann teilen Fake News? So kannst du sie erkennen!

Falsche Studien, Lügen über das Coronavirus oder den Ukraine-Krieg: Fake News gehören mittlerweile zu unserem täglichen Leben. Hier gibt es Tipps zum Umgang damit.

Quellencheck

Wo haben wir unsere Infos her? Wir sagen es dir!

Die AFP (Agence France-Presse) ist eine Nachrichtenagentur. Dort arbeiten Journalisten, Kameraleute, Fotografen. Sie sind in Deutschland und weltweit bei wichtigen Ereignissen dabei. Informationen, Bilder und Videos stellen sie anderen zur Verfügung. Das hat den Vorteil, dass Zeitungen, Sender und Online-Portale über Themen berichten können, bei denen sie keine eigenen Leute vor Ort hatten. Weitere Nachrichtenagenturen, mit denen wir arbeiten, sind zum Beispiel dpa, Reuters, AP und SID.

Viele Personen, Unternehmen und Vereine haben auf Instagram Profile und posten dort auch wichtige Infos über sich selbst. Ein solcher Post kann dadurch zu einer Nachrichten-Quelle für uns werden. Wir prüfen natürlich, ob das Profil und der Post echt sind. Profile mit einem blauen Haken wurden durch Instagram selbst auf ihre Echtheit überprüft. Instagram ist Teil des US-Unternehmens Meta Plattforms, dem unter anderem auch Facebook und WhatsApp angehören.

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