Eine Regenbogenflagge weht neben einer Deutschlandflagge und einer Europaflagge

LGBTIQ

Zwei Drittel berichten von Mobbing an der Schule

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Leo Eder
Leo Eder

Queere Menschen in der EU werden laut einer Umfrage immer häufiger attackiert und belästigt.

An der Befragung der EU-Agentur für Grundrechte haben 100.000 Leute aus der LGBTIQ-Community teilgenommen. 13 Prozent gaben an, in den vergangenen fünf Jahren Gewalt erfahren zu haben. 2019 waren es noch 11 Prozent.

Mehr als die Hälfte (54 Prozent) erlebte im vergangenen Jahr eine Belästigung wie Drohungen, Anstarren oder Beleidigungen im Internet. Besonders heftig ist es an Schulen: Zwei Drittel der befragten Kinder und Jugendlichen haben von Mobbing berichtet.

Deutschland schlechter als der EU-Schnitt

Mitglieder der queeren Community in Deutschland sind der Umfrage zufolge etwas stärker betroffen als im EU-Schnitt: Hier erlebten 57 Prozent Belästigungen und 16 Prozent Gewalt (EU-Durchschnitt: 54 bzw. 13 Prozent). Fast zwei Drittel (65 Prozent) der befragten Deutschen meinen, dass Gewalt gegen LGBTIQ-Menschen zugenommen habe, EU-weit sind es 59 Prozent.

Eine gute Nachricht gibt es aber: Laut der Umfrage gibt es weniger Fälle von Diskriminierung durch Behörden, Gesundheitseinrichtungen, Schulen und Firmen.

In einigen Ländern kann man in den Knast kommen, weil man schwul ist:

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