Auf diesem Videobild sind Polizisten bei einem Rettungseinsatz in einer Straße vor der israelischen Botschaft in Washington zu sehen. Vor der israelischen Botschaft in Washington hat sich laut Medienberichten ein US-Soldat selbst angezündet. Die Polizei bestätigte einen entsprechenden Rettungseinsatz in der Straße, wo das Botschaftsgebäude in der US-Hauptstadt steht, am Sonntag (Ortszeit). (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/WJLA/AP | Uncredited)

Washington

Aus Protest gegen Israel: US-Soldat zündet sich an

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Isabel Gebhardt
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Das Air-Force-Mitglied ist bei der Aktion vor der israelischen Botschaft in Washington gestorben.

Die Polizei in Washington hat den Mann identifiziert: Der 25-jährige Aaron Bushnell kam aus San Antonio und war ein aktives Mitglied der US-Luftwaffe. Er soll seine Protestaktion gefilmt und auf Twitch live gestreamt haben.

US-Soldat: Ich werde mich nicht länger am Völkermord beteiligen

In den Aufnahmen ist zu sehen, wie der 25-Jährige sich selbst auf dem Weg zur israelischen Botschaft filmt. Dabei sagt er unter anderem:

Ich werde mich nicht länger am Genozid beteiligen. Ich stehe kurz vor einer extremen Protestaktion. Aber im Vergleich zu dem, was die Menschen in Palästina durch ihre Kolonialherren erlebt haben, ist das überhaupt nicht extrem.

Dann stellt er sein Handy ab und begießt sich mit einer Flüssigkeit. Daraufhin zündet er sich an und ruft "Free Palestine", bis er zu Boden fällt. Nach einiger Zeit kommen Polizeibeamte und versuchen, den Brand zu löschen. Ein weiterer Polizeibeamter richtet seine Waffe auf den brennenden Körper.

Der 25-Jährige ist an den Folgen seiner Verletzungen gestorben. Die Aktion hat weltweit für Schlagzeilen gesorgt und wird als Kritik an den USA gesehen, die Israel finanziell und militärisch unterstützen.

Erst im Dezember hatte sich eine Frau vor dem israelischen Konsulat in Atlanta aus Protest selbst angezündet. Auch in der Demokratischen Republik Kongo hat sich ein Mann im November selbst angezündet, um auf den Genozid in seinem Land aufmerksam zu machen.

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