Das Gefängnishotel "Alcatraz" in Kaiserslautern. Künstler des Formats "Icon" randalierten im Hotel und wurden von der Polizei rausgeworfen. (Foto: dpa Bildfunk, picture-alliance/ dpa | Ronald Wittek)

Kaiserslautern

Randale in Knast-Hotel: Rapper legen sich mit Polizisten an

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Louis Leßmann
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Isabel GebhardtNEWSZONE-Team (Foto: SWR DASDING)

Künstler des YouTube-Formats "Icon" hatten das Hotel gemietet. Am Ende gab es 40 Platzverweise von der Polizei.

Der Hotelbesitzer hatte die gesamte Crew am Donnerstagmittag rausgeworfen. Laut Polizei kam es in der Nacht zu "zu mehrfachen Ruhestörungen und Sachbeschädigungen". Die Mitglieder sollen sich geweigert haben, das Hotel zu verlassen und seien respektlos zu den Beamten gewesen. Die Polizei sagt, dass die Gruppe durch "einfache körperliche Gewalt" aus dem Hotel gedrängt wurde. Dabei soll es aus der Gruppe Schläge in Richtung der Polizisten gegeben haben - ohne Verletzte.

Hotel-Randale: Gruppe filmt mit und stellt alles online

Die Leute von "Icon", einer Castingshow für Rapper und Sänger auf YouTube, filmten den Vorfall. Sie werfen der Polizei vor, zu hart vorgegangen zu sein. War die Aktion ein Promo-Move? Das streitet die Gruppe ab. Hier kannst du dir die Videos der Crew zu dem Vorfall anschauen:

Wichtig: Im Video wird von einem "riesigen SEK-Einsatz" gesprochen. Die Polizei Westpfalz hat gegenüber NEWSZONE gesagt, dass es keinen SEK-Einsatz gab. Es sei ein normaler Polizeieinsatz gewesen.

"Icon"-Rapper randalieren: Was ist im Hotel passiert?

Die Gruppe sagt, sie hätten das Hotel gebucht und über 30.000 Euro dafür bezahlt. Die Zimmer seien aber in einem schlechten Zustand gewesen, sogar Käfer und Mäuse seien angeblich dort rumgelaufen. Sie geben aber auch zu, sich daneben benommen zu haben. Das Hotel "Alcatraz" in Kaiserslautern ist ein ehemaliges Gefängnis mit Zimmern, die immer noch wie Zellen aussehen.

Quellencheck

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Die Presseabteilung der Polizei verfasst zu vielen Einsätzen einen kurzen Bericht. Der wird den Medien zur Verfügung gestellt. Sie liefern Informationen zum Beispiel zu Unfällen, Ermittlungen und Festnahmen. Außerdem veröffentlicht die Polizei auch Zeugenaufrufe oder Bilder von vermissten Personen und bittet die Medien darum, die Informationen zu verbreiten.

Viele Personen, Unternehmen und Vereine laden auf YouTube Video hoch mit Infos über sich und andere. Solche Videos können zu einer Nachrichten-Quelle für uns werden. Wir prüfen natürlich, ob der Kanal und die Inhalte im Video echt sind. Ein Häkchen neben dem Profilnamen bedeutet außerdem, dass der Kanal durch YouTube bestätigt wurde. YouTube gehört seit 2006 zu Google, einem US-Unternehmen von Alphabet.

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