Sudanesische Geflüchtete versammeln sich vor einem Feldlazarett. Seit Mitte April kämpfen im Sudan die Streitkräfte unter der Führung des amtierenden Staatschefs Abdel Fattah al-Burhan gegen die paramilitärischen RSF. Nach UN-Angaben sind mehr als sieben Millionen Menschen im Land auf der Flucht.  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/AP | Uncredited)

Politik

Sudan: Mindestens 13.000 Menschen bei Kämpfen getötet

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Djamila Chastukhina
Djamila Chastukhina (Foto: SWR DASDING)
Max Stokburger
Max Stokburger  (Foto: SWR DASDING)

In den letzten zehn Monaten gab es heftige Kämpfe im Sudan. Darunter leiden vor allem Zivilisten - Millionen flüchten.

Bei den Vereinten Nationen in Genf wurde heute mitgeteilt, dass in den letzten zehn Monaten mindestens 13.000 Menschen beim Bürgerkrieg im Sudan getötet wurden. Seit April 2023 kämpfen dort Regierungstruppen und die Rapid Support Forces (RSF) um die Macht. Es soll außerdem mehr als neun Millionen sogenannter Binnenflüchtlinge geben - also Menschen, die innerhalb des Landes fliehen mussten.

Sudan: Warum wird gekämpft?

  • Sowohl Macht und Ressourcen, als auch Religion spielen bei den Kämpfen eine Rolle.
  • Das sudanesische Militär und die RSF haben vor dem 15. April parallel regiert - bei einem Versuch, das Land wieder in Richtung Demokratie zu bringen.
  • Laut Aussagen von sudanesischen Offizieren versuchten allerdings beide Seiten, ihre eigenen Interessen zu schützen und die alleinige Macht an sich zu reißen. Das soll letztendlich zum Ausbruch des Bürgerkriegs geführt haben.

Wie es im Sudan vor neun Monaten aussah, erklärt MrWissen2go in diesem Video:

So geht es der Bevölkerung im Sudan:

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