Macky Sall, Präsident von Senegal, spricht während der 28. Konferenz der Vertragsparteien des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (Foto: IMAGO, IMAGO / ZUMA Wire)

Politik

Wahlverschiebung in Senegal: Mehr Proteste erwartet

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Djamila Chastukhina
Djamila Chastukhina (Foto: SWR DASDING)
Niklas Behrend
Niklas Behrend  (Foto: SWR DASDING)

Nachdem der Präsident die Wahlen für Februar abgesagt hatte, steht jetzt ein neues Datum fest.

Der senegalesische Präsident Macky Sall hatte letzten Samstag angekündigt, dass die Präsidentschaftswahlen nicht wie geplant am 25. Februar stattfinden werden. Als Grund hatte er Wahlprobleme zwischen dem Nationalrat und dem Verfassungsgericht genannt. Viele Menschen sind der Meinung, dass er damit seine Amtszeit verlängern will: Nach fast zwölf Jahren im Amt darf er laut Verfassung nicht noch mal kandidieren. Einige befürchten aber, dass er mit einer Verfassungsänderung diese Regel abschaffen möchte.

Präsidentschaftswahl in Senegal: Neues Datum im Dezember

Das senegalesische Parlament hat dafür gestimmt, die Präsidentschaftswahlen auf den 15. Dezember zu schieben. Laut Medienberichten werden jetzt weitere Proteste erwartet, wie es sie schon nach der Absage der Wahlen gab.

Bei den Demonstrationen wurden mehrere Menschen verhaftet - unter anderem auch Oppositionspolitiker wie zum Beispiel die ehemalige senegalesische Ministerpräsidentin Aminata Touré. Anfang der Woche soll die Regierung sogar kurzzeitig das mobile Internet ausgestellt haben.

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Wegen Protesten: Senegal kappt mobiles Internet

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Wegen Protesten: Senegal kappt mobiles Internet

Bürger kritisieren Wirtschaft in Senegal: "Es gibt keine Arbeit"

Einige der Protestierenden wurden auf den Straßen dazu interviewt, weshalb sie demonstrieren gehen. Eine Bürgerin sagte:

Ich habe ein Masterstudium und ich muss auf der Straße Kaffee verkaufen. Es gibt keine Arbeit - Jobs werden an diejenigen gegeben, die politische Kontakte haben. Wir wollen für unser Land arbeiten! Unsere Zeit ist jetzt gekommen!

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