SYMBOLBILD: Dieses Foto zeigt gestapelte Granaten in der Werkstatt der «Forges de Tarbes», die 155-mm-Granaten, die Munition für die von den ukrainischen Streitkräften verwendeten französischen Caesar-Artilleriegeschütze, herstellen. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/AFP | Lionel Bonaventure)

Russland-Ukraine-Krieg

EU: Können Versprechen an die Ukraine nicht halten

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Zilan Hatun
Autorenprofil Zilan Hatun (Foto: SWR, privat Zilan Hatun)
Alicia Tedesco
Autorenprofil Alicia Tedesco (Foto: SWR, Privat Alicia Tedesco)

Die EU wollte der Ukraine innerhalb von einem Jahr eine Million Artilleriegeschosse liefern. Das wird nichts mehr.

Das hat der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell bei einem Treffen der Verteidigungsminister eingeräumt. Bis März könne nur die Hälfte an die Ukraine geliefert werden:

  • Eigentlich haben die EU-Staaten der Ukraine letztes Jahr im März eine Million Artilleriegeschosse in zwölf Monaten versprochen.
  • Bisher konnten etwa 330.000 Geschosse geliefert werden.
  • Bis zur ursprünglichen Deadline im März 2024 schaffe die EU nur noch 200.000 weitere Geschosse. Damit seien mehr als 52 Prozent des Ziels erreicht.

EU: Neues Ziel für Munition in der Ukraine

Borrell hat das Scheitern eingeräumt und ein neues Ziel benannt. Eine Million Artilleriegeschosse sollen bis Ende dieses Jahres geliefert werden. Ab März sollen das rund 630.000 weitere Geschosse sein.

Einigen Politikern war schon klar, dass das Ziel nicht erreicht werden kann. Zum Beispiel dem deutschen Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius: Er meinte letztes Jahr, dass die Kapazitäten in der Produktion nicht dafür reichen würden. Auch Borrell nannte denselben Grund. Außerdem gebe es bestehende Verträge, wonach in der EU produzierte Munition in andere Staaten geschickt werden müsse.

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