Eine Frau tastet ihre Brust nach Knoten ab. Etwa 290 000 Frauen in Großbritannien könnten künftig vorbeugend ein Medikament gegen Brustkrebs nehmen.

Good News

Brustkrebs vorbeugen? Mit diesem Medikament geht das

Stand
AUTOR/IN
Zilan Hatun
Autorenprofil Zilan Hatun
Max Stokburger
Max Stokburger

In Großbritannien können 290.000 Frauen künftig ein Medikament nehmen, damit sie gar nicht erst an Brustkrebs erkranken.

Zielgruppe für das Medikament Anastrozol sind Frauen, die nach ihren Wechseljahren ein mittleres oder hohes Brustkrebsrisiko haben. Das betrifft 290.000 Frauen laut dem britischen Gesundheitsdienst NHS. Laut NHS haben Tests mit Anastrozol gezeigt:

  • Zahl der Brustkrebsfälle wurden über elf Jahre um die Hälfte gesenkt
  • 2.000 Erkrankungen könnten vermieden werden (Achtung! Nur wenn: Ein Viertel der 290.000 Frauen das Medikament nimmt und die Hälfte von diesen für die vorgeschlagene Zeit von fünf Jahren)
  • hilft bei der Vorbeugung von Brustkrebs - der Schutzeffekt halte noch Jahre nach Absetzen des Medikaments

Brustkrebsmedikament Anastrozol: Auch in Deutschland?

Die Deutsche Presse-Agentur hat bei dem Deutschen Krebsforschungszentrum DKFZ nachgefragt, ob es in Deutschland ein Medikament gibt, das vorbeugend gegen Brustkrebs hilft. Die Antwort: Nein, aber Mittel wie Anastrozol könnten in Ausnahmefällen dafür genutzt werden.

Bisher können Männer nur mit Kondomen oder Sterilisation verhüten. Bald könnten sie in Deutschland mehr Optionen haben:

Quellencheck

Wo haben wir unsere Infos her? Wir sagen es dir!

Die dpa ist eine Nachrichtenagentur. Dort arbeiten Journalisten, Kameraleute, Fotografen. Sie sind in Deutschland und weltweit bei wichtigen Ereignissen dabei. Informationen, Bilder und Videos stellen sie anderen zur Verfügung. Das hat den Vorteil, dass Zeitungen, Sender und Online-Portale über Themen berichten können, bei denen sie keine eigenen Leute vor Ort hatten. Weitere Nachrichtenagenturen, mit denen wir arbeiten, sind zum Beispiel Reuters, AFP, AP und SID.

Most Wanted