Zerstörung nach Raketenangriffen im Gazastreifen: Die EU will humanitäre Hilfe an die Palästinenser weiter bezahlen.  (Foto: IMAGO, IMAGO / Xinhua)

Nahostkonflikt

Hilfe für Palästinenser: EU checkt Zahlungen

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Katharina Kunz
Redakteurin Katharina Kunz (Foto: SWR)
Johannes Seiler
Johannes Seiler (Foto: SWR DASDING)

Die Europäische Union will einige Zahlungen an die Palästinenser prüfen. Die humanitäre Hilfe geht aber weiter.

Von 2021 bis 2024 hatte die Europäische Union rund 1,2 Milliarden Euro für die Palästinenser eingeplant. Damit sollten vor allem Krankenhäuser und Schulen gebaut und auch staatliche Strukturen aufgebaut werden. Diese Projekte werden jetzt überprüft. Erst hieß es, dass die EU die Zahlungen stoppt. Das hat sie jetzt aber korrigiert - die Zahlungen werden nicht ausgesetzt.

EU zahlt weiter Nothilfe für Palästinenser

Die humanitäre Hilfe ist davon nicht betroffen, die läuft weiter wie bisher. Die EU hat für dieses Jahr knapp 28 Millionen Euro für Nothilfe eingeplant. Für das Geld werden zum Beispiel Lebensmittel und Medikamente gekauft.

Auch Deutschland setzt sich dafür ein, dass die Menschen in den Palästinenser-Gebieten weiter unterstützt werden:

Millionen von Menschen und damit auch viele Kinder in den Palästinensischen Gebieten sind bei der Versorgung mit Lebensmittel, Wasser und Medikamenten auf uns angewiesen.

Wie ist die Lage im Gazastreifen?

Am Samstag hat Israel den Menschen in Gaza den Strom abgestellt. Am Montag wurde eine komplette Abriegelung des Gazastreifens angeordnet: Auch Treibstoff und Lebensmittel sind nicht mehr zugänglich. Diese Maßnahme des Verteidigungsministers betrifft 2,3 Millionen Menschen, die im von Hamas kontrollierten Gebiet leben. Am Mittwoch wurde das einzige Kraftwerk im Gazastreifen abgestellt. Der Grund laut der Elektrizitätsgesellschaft: Zu wenig Treibstoff.

Geflüchtete Palästinenser: So geht es ihnen

Die Vereinten Nationen sagen, sie müssen rund 187.000 Geflüchtete aus Palästina unterbringen. Circa 137.000 davon sind in 83 Schulen einquartiert, die alle überfüllt sind.

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