Die beiden Designer vom Berliner Modelabel GmbH haben sich zum Thema Israel und Palästina sowie gegen jegliche Form des Nationalismus geäußert. (Foto: Instagram: @gmbh_official)

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Berliner Label bezieht Stellung zu Israel-Gaza auf der Paris Fashion Week

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Renée Diehl
SWR-Redakteurin Renée Diehl (Foto: SWR DASDING, Fabian Brosi)
Max Stokburger
Max Stokburger  (Foto: SWR DASDING)

Auf der Fashion Week in Paris hat das Berliner Label GmbH seine Show mit einem Statement gegen Nationalismus eröffnet.

Die beiden Designer Serhat Işık und Alexander Huseby verurteilten in ihrer Rede unter anderem die Morde an Zivilisten im Gazastreifen. Damit sind sie das einzige Modelabel auf der diesjährigen Pariser Menswear Fashion Week, das sich zum Israel-Hamas-Konflikt geäußert hat. Işık und Huseby kritisierten außerdem jede Form von Nationalismus. Dieser sei der Grund für die meisten Genozide innerhalb des 20. Jahrhunderts gewesen, sagten sie weiter.

GmbH auf der Paris Fashion Week: Statement auch durch die Kollektion

Nicht nur mit ihrer Rede, sondern auch mit ihrer Kollektion setzten die Designer von GmbH ein Statement. Auf dem Runway waren unter anderem das Logo der Vereinten Nationen auf Kapuzenpullis zu finden sowie palästinensische Keffiyeh-Schals, die zum Beispiel als Sakkos uminterpretiert wurden. Trotz der palästinensischen Symbole in der Kollektion machte das Design-Duo aber klar:

Während die Rechtsextremisten, tatsächliche Nazis und Faschisten, schon wieder in Europa und anderen Teilen der Welt an Macht gewinnen, steigen Antisemitismus und Islamhass. Wie praktisch, dass man uns glauben lässt, dass das hier ein Kampf zwischen zwei bereits marginalisierten Gruppen wäre.

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