Flagge der Identitären Bewegung (schwarzgelb) (Foto: IMAGO, picture alliance/dpa | Paul Zinken)

Rassismus

Ermittlungen gegen "Reconquista 21": Wer sind sie?

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Leo Eder
Leo Eder (Foto: )

Die Gruppe wird der rechtsextremen "Identitären Bewegung" in Baden-Württemberg zugeordnet. Jetzt ermittelt die Polizei.

Es geht dabei um mehrere Taten, die einen rassistischen Hintergrund haben. Erst seit Kurzem sei die Gruppe unter "Reconquista 21" aktiv. Zuvor hatte sie laut dem Landeskriminalamt viele verschiedene Namen - auch "Identitäre Bewegung Schwaben". "Reconquista 21" postet unter anderem Bilder von Protesten gegen Ausländer.

Mit ihren Aktionen versucht die Gruppe, ihre Ideen der 'Remigration' in die Öffentlichkeit zu tragen. Diese sind extrem rechts und deswegen sehr verwandt mit dem, was man beim Verfassungsschutz als Rechtsextremismus bezeichnet. Einzelne Mitglieder kann man als rechtsextrem einstufen.

"Identitäre Bewegung": Neu-Rechte und Rechtsextreme

Die "Identitäre Bewegung" ist laut Bundeszentrale für politische Bildung eine Ende 2012 entstandene Gruppierung neu-rechter und rechtsextremer Aktivistinnen und Aktivisten. In Baden-Württemberg sollen ihr rund 100 Leute angehören. Bundesweit waren es im Jahr 2022 laut Verfassungsschutz etwa 500 Mitglieder und Anhänger.

Was genau sind "Reconquista 21" und "Identitäre Bewegung" eigentlich?

Newszone-Logo (Foto: SWR DASDING)

Das verbirgt sich hinter "Reconquista 21" und "Identitärer Bewegung"

Dauer

Die Polizei in Baden-Württemberg ermittelt gegen eine Gruppe namens Reconquista 21, die zur rechtsextremen Identitären Bewegung gehört. Anlass sind öffentliche Aktionen mit rassistischem Hintergrund. In den letzten zwei Jahren hat sich die rechtsradikale Organisation mehrfach umbenannt, von Identitäre Bewegung Schwaben zu Wackere Schwaben und jetzt Reconquista 21. Querverbindungen gibt es auch zur Jugendorganisation der AfD. Ein Stichwort von Knut Bauer.

Viele Leute gehen zur Zeit gegen Rechtsextremismus auf die Straße:

Freiburg

Freiburg Starkes Zeichen gegen rechts: Tausende demonstrieren in Freiburg

Es waren viel mehr als erwartet: Auf dem Platz der Alten Synagoge hatten alle die Leute vor allem eine Botschaft.

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