Sumatra-Tiger im Chester Zoo: Die Tiere kommen eigentlich nur in Waldgebieten der indonesischen Insel Sumatra vor. Die Art ist vom Aussterben bedroht: Es soll nur noch 350 Exemplare geben. (Foto: IMAGO, IMAGO / Cover-Bilder)

Natur

Sterben bald zwei Millionen Tier- und Pflanzenarten aus? 🩁

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Kim Patro
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Hans Liedtke
Hans Liedtke  NEWSZONE (Foto: SWR DASDING)

Weltweit sind Millionen Arten gefĂ€hrdet - in Europa sogar jede fĂŒnfte, die auf der Roten Liste steht.

Das ergab eine Bestandsaufnahme des WeltbiodiversitÀtsrates (IPBES). Krass: Im Vergleich zur letzten Studie im Jahr 2019 sind jetzt doppelt so viele Tier- und Pflanzenarten gefÀhrdet. Der Grund? Im Jahr 2019 gab es wohl weniger Informationen als heute. Laut den Forschern hat das neue Ergebnis auch mit einem "Erkenntnisfortschritt" zu tun. Weltweit sind aktuell 42.100 Arten vom Aussterben bedroht.

In Europa ist jede fĂŒnfte Art der Roten Liste betroffen

Von den Arten, die auf der Roten Liste stehen, betrifft das in Europa:

  • 27 Prozent der Pflanzenarten
  • 24 Prozent der wirbellosen Tiere wie zum Beispiel Reptilien oder Vögel
  • 18 Prozent der Wirbeltiere

Die Forscher hatten alle rund 14.700 Arten in die Studie aufgenommen, die 2020 auf der Roten Liste fĂŒr Europa standen. Das sind rund zehn Prozent der Arten des Kontinents. Nice to know 💡: Die Rote Liste wird regelmĂ€ĂŸig von der Weltnaturschutzunion (IUCN) rausgegeben. Dort stehen alle bedrohten Tier- und Pflanzenarten drin, die bekannt sind.

Bedrohte Arten: Sind die Menschen Schuld?

Laut den Forschern ist die wirtschaftliche Nutzung von LandflĂ€chen und Meeren die Hauptursache fĂŒr den ArtenrĂŒckgang. Dadurch gehen natĂŒrliche LebensrĂ€ume verloren. Zu den Ursachen zĂ€hlen wohl auch die Extremwetterlagen, die unter anderem durch den Klimawandel entstehen.

Es gibt Hoffnung 💚

Neuansiedlungen von Tieren und ein besonderer Schutz fĂŒr gefĂ€hrdete Arten könnten dabei helfen, die Artenvielfalt zu erhalten. Das habe bereits in der Vergangenheit gut funktioniert. Es braucht aber Support aus der Politik:

Auch im SĂŒdwesten ist die Natur bedroht:

Hinweis der Redaktion: In einer frĂŒheren Version des Artikels hatten wir nicht explizit erwĂ€hnt, dass sich die Prozentzahlen auf die Arten der Roten Liste in Europa beziehen. Das haben wir in dieser Version korrigiert.

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