Schülerinnen und Schüler einer fünften Klasse einer Realschule sitzen während des Unterrichts in ihrem Klassenzimmer. Bei der neue Pisa-Studie haben deutsche Schülerinnen und Schüler so schlecht abgeschnitten wie nie. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Philipp von Ditfurth)

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Deutsche PISA-Ergebnisse so schlecht wie nie: Was sind die Gründe?

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Bei der PISA-Studie geht es um die Leistung Jugendlicher in verschiedenen Fächern. Was hat Corona damit zu tun?

Konkret wurde im Rahmen der PISA-Studie 2022 untersucht, wie gut die Schüler in den Bereichen Mathe, Lesen und Naturwissenschaften sind. Das Ergebnis: Die 15-jährigen deutschen Schülerinnen und Schüler haben so schlecht abgeschnitten wie noch nie:

  • Am heftigsten stürzten sie in Mathe ab und erreichten einen Punktwert von 475. Zum Vergleich: Bei der PISA-Studie im Jahr 2019 lag er noch bei 500. Auch beim Lesen und in den Naturwissenschaften ging es einige Punkte abwärts.
  • Im internationalen Vergleich liegen die deutschen Jugendlichen in den Bereichen Mathe und Lesen nahe am internationalen Durchschnitt. Bei den Naturwissenschaften über dem Durchschnitt.
  • Aber: Auch international ist die durchschnittliche Leistung gesunken, sagt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Die Macher der Studie nennen das "besorgniserregend".
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Unter anderem an der Corona-Pandemie! Aus Sicht der Experten hatten die Schulschließungen in Deutschland negative Auswirkungen aufs Lernen. Ein weiterer Grund könnten fehlende Sprachkenntnisse sein.

Wenn wir Schülerinnen und Schüler mit Zuwanderungshintergrund haben, können wir nicht davon ausgehen, dass sie die deutsche Bildungssprache schon beherrschen, wenn sie nach Deutschland kommen.

Und jetzt? Fachleute und das Institut der Deutschen Wirtschaft fordern, dass Kinder von ausländischen Familien zum Beispiel besser integriert werden und schneller die Sprache lernen. Außerdem wollen sie, dass mehr Quereinsteiger als Lehrkräfte eingestellt werden.

Nice to know 💡: Nur sehr wenige Länder konnten sich in Teilen verbessern. Zum Beispiel Japan im Lesen und in den Naturwissenschaften sowie Italien, Lettland und Irland in den Naturwissenschaften. Weltweit haben rund 690.000 Schülerinnen und Schüler bei der Studie mitgemacht.

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