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Immer wenn ein neuer Song von Rin erscheint, geht das Nerd-Herz von Rapnews-Host Joshua auf. Denn das bedeutet auch immer, dass es neue Referenzen und Querverweise zu entdecken gibt, die Rin für besonders aufmerksame Hörer platziert. Joshua hat seine fünf liebsten Referenzen in Rins Diskografie zusammengetragen.

1. Die „Oh Junge“-Adlip

Wer schon mal einen Song von Rin gehört hat, wird zwangsläufig darüber gestolpert sein. Das wiederkehrende „Oh Junge“ ist mit der Zeit zu Rins Markenzeichen geworden. Dabei ist es ursprünglich gar nicht von ihm! Eigentlich stammt es aus „1999 Pt. 1“ von Haftbefehl. Allerdings nutzte Hafti die Stimme von Mickey Mouse, Rin macht die Adlip immer selbst.

2. „Hört man meine Roli?“

Dass Rin großer Hafti-Fan ist, zeigt nicht nur seine Adlip, sondern auch das Intro von „Avirex“. In Anlehnung an Haftbefehls „Hört ihr meine Kette? Halbes Kilo!“ aus dem Song „Saudi Arabi Money Rich“ protzt Rin hier mit seinen Luxusgütern.

Funfact: Wenn man die Uhr wirklich hören würde, würde es bedeuten, dass es sich um eine Fälschung handelt. Es ist also noch ein zusätzlicher Flex, um zu zeigen, dass sie echt ist. Nicht schlecht!

3. Rin und Bausa mit „Keine Liebe“

Der Song ist so vollgepackt mit Referenzen, dass ich nicht weiß, wo ich anfangen soll. Also nehmen wir den Song einfach als Gesamtwerk.

Zunächst mal das Visuelle: Angefangen beim Single-Cover, das mit Larry Clarks „Kids“ an einen meiner Lieblingsfilme angelehnt ist. Das originale Cover von „Kids“ findet sich auch im Video zu „Fabergé“ an der Wand.

Weiter mit ein paar Szenen im Video - in einer Szene schieben Rin und sein Kumpel einen Fernseher durch die Gegend. Das ist an den Film „Requiem for a Dream“ angelehnt. Bausas Figur und sein gesamter Auftritt ist hingegen an Patrick Bateman, der Hauptfigur aus dem Film „American Psycho“ angelehnt.

Als hätte man durch die Filme nicht schon genug Stoff, bietet auch die Musik noch weiteren Stoff. Die Hook von Bausa ist nämlich ein Cover von „Du trägst keine Liebe in dir“ der Band Echt von 1999. Was für ein riesiges Puzzle für knappe dreieinhalb Minuten!

4. Anime-Referenzen in „Up in Smoke”

Um diese Referenz zu erkennen habe ich etwas Hilfe gebraucht. Ich habe mich mal mit einem Kumpel über den Song unterhalten und meinte, dass mich das „So wie Smoker“ in der Hook total stört. Ich fand es billig, einfach das englische Wort für Raucher zu benutzen, nur damit es sich reimt.

Daraufhin wurde mir erklärt, dass Smoker ein Charakter aus der Anime-Serie „One Piece“ ist, der stets zwei dicke Zigarren im Mund hat und sich selbst in Rauch verwandeln kann. Er ist also im wahrsten Sinne des Wortes „Up in Smoke“. Das Ganze ist ein gutes Beispiel dafür, dass hinter vielen Dingen im Rin-Universum etwas Tieferes steckt. So simpel und stumpf es auch manchmal erscheinen mag.

Der Titel des Songs hat noch eine zweite Ebene. Es ist eine Hommage an die legendäre „Up in Smoke Tour“ von Dr. Dre, Snoop Dogg, Ice Cube und Eminem. Für viele gilt diese Tour als die beste HipHop-Show aller Zeiten, weil so viele große Künstler mit dabei waren. Auf dem Single-Cover trägt Rin auch ein T-Shirt von der Tour.

5. Rin zitiert Kool Savas auf „Vintage"

Ähnlich wie „Keine Liebe“ ist auch „Vintage“ ein einziges Popkultur-Mosaik. Sei es der Beat, bei dem das gleiche Sample benutzt wurde wie bei Jay-Zs „Dirt off your Shoulder“ oder die „Fiagro“-Line mit der Rin sich selbst aus seinem Song „Blackout“ zitiert.

Am krassesten finde ich hier aber, wie er Kool Savas zitiert. Der hat auf dem Intro seines Debütalbums „Der beste Tag meines Lebens“ eine der wohl meist zitierten und legendärsten Lines überhaupt gebracht:

Ihr habt lang genug gewartet, dass ein Album erscheint / Frei von gebiteten Beats und peinlichen Rhymes

Kool Savas – „Intro“ (2002)

Rin hat diese dann fast Eins-zu-Eins zitiert und lediglich „Album“ durch „Single“ ausgetauscht. Damit hat er die Line in gewisser Weise auch in die heutige Zeit geholt, wo Alben immer mehr an Bedeutung verlieren und einzelne Singles immer wichtiger werden. Krasser Move!

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