Die beste Nacht mit Kontra K in Baden-Baden (Foto: DASDING, Niko Neithardt)

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Ufo361, Kontra K, Haftbefehl und Luciano: Die Deutschrap-Highlights der Woche

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Joshua Modler
Josh (Foto: SWR, DASING)

Ufo361 macht uns mit den Problemen von Millionären vertraut, Kontra K hat einen Tipp für so ziemlich alles. Haftbefehl beweist einmal mehr, wieso er und sein Produzent Bazzazian ein absolutes Traumpaar ergeben und Luciano bewegt sich weiter stilsicher im Drill-Sound.

Ufo361 will „Allein sein“

Jedoch nicht aus emotionalen Gründen, sondern weil er in Ruhe sein Geld zählen will. Gut, auch das gehört zwangsläufig zum Konzept, wenn man sein Album „Rich Rich“ nennt. Genau wie das Video, in dem neben dem standardmäßigen Präsentieren von Geldbündeln und teuren Klamotten noch eine weitere Machtdemonstration stattfindet: Ufo performt im Fußballstadion von Besiktas Istanbul. Das war a) sicher nicht billig und wird b) auch nicht jedem genehmigt, der das Geld auftreiben kann. Respekt!

Musikalisch kann man sich bei ihm momentan nur wiederholen: Für „Rich Rich“ scheint er ein Team und einen Sound gefunden zu haben, der die Idee und die Vision von Ufo361 so pur und konsequent umsetzt wie noch nie. Ich habe richtig Bock auf das Album!

Kontra K pustet alles und jeden weg

Obwohl sein neues Album „Vollmond“ erst im September erscheinen soll, legt Kontra K bereits jetzt mit der ersten Single-Auskopplung los. Darauf hat er auch einen Rat, der so ziemlich gegen alles zu helfen scheint. Ganz egal was oder wen: „Puste sie weg“. Was den Sound angeht, kommen eingefleischte Fans wieder voll auf ihre Kosten. Keine großen Überraschungen oder Experimente, bei Kontra K weiß man, was man bekommt. Auch das Video von Shaho Casado spricht die übliche Bildsprache mit beeindruckenden Aufnahmen aus aller Welt und krassen Effekten.

🌑 VOLLMOND 25.09.2020 🌑 #vollmond #loyal #linkinbio

Haftbefehl legt nach!

Vor gut zwei Wochen kam Haftbefehl nach rund fünf Jahren ohne Solo-Release mit „Bolon“ zurück. Am Freitag erschien mit „RADW“ der Nachfolger und damit die zweite Single aus „Das weiße Album“. Der Song reiht sich ein in Songs wie „Lass die Affen aus dem Zoo“ oder „069“ – von Bazzazian produziert, hart und kompromisslos und auf irgendeine Art und Weise verdammt catchy. Ich fühle mich beim Hören jedenfalls immer so:

Luciano weiter auf dem Drill-Film

Luciano ist momentan besonders fleißig und bringt gerade fast wöchentlich neue Singles raus. Auffällig ist dabei, dass er sich in verschiedenen Stilen ausprobiert. Nach dem an den Drill-Sound angelehnten „Mios mit Bars“ folgte z.B. das Dancehall-lastige „Sip“. Am Freitag ging es mit „Trippin‘“ jedoch wieder zurück zum Drill. Der Drill-Sound kommt ursprünglich aus Chicago, wurde wenig später aber besonders in Großbritannien immer populärer. In den letzten Jahren entwickelte sich auch in New York eine immer größer werdende Szene. Einer der bekanntesten Vertreter war Pop Smoke, der im Februar im Alter von nur 20 Jahren bei einem Überfall erschossen wurde. Luciano gedenkt ihm:

R.I.P Pop, New Wave on top, Drill-Game, du Boss (Pop Smoke, grr)

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