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Es gibt gerade so viele Maßnahmen gegen die Verbreitung vom Corona-Virus - und mindestens so viele Fragen. Wir beantworten eure Fragen zu Corona.

Wir bekommen jeden Tag sehr viele Fragen von euch. Wir wollen natürlich alle beantworten, deswegen daten wir den Artikel ständig up! Wenn du noch Fragen hast, schick uns eine Nachricht per Insta-DM.

👉 Corona-Fragen zu Arbeitsthemen

Wir haben mit Arbeitsrechtlerin Mareike gesprochen und ihr eure häufigsten Fragen gestellt.

"Ich darf meinen Minijob (450 Euro) nicht ausüben. Krieg ich Hilfe vom Staat für meine Miete?"

Arbeitsrechtlerin Mareike:

Wenn du deinen Minijob aktuell nicht mehr ausüben kannst, (zum Beispiel, weil du im Einzelhandel tätig bist und da ja aufgrund der Allgemeinverfügung jetzt nicht mehr geöffnet werden darf) bekommst du von deinem Arbeitgeber trotzdem weiter dein Gehalt gezahlt, auch wenn du 450 Euro-Jobber bist.

"Darf die freigestellte Zeit als Urlaub angerechnet werden?"

Arbeitsrechtlerin Mareike:

Wenn in deinem Arbeitsvertrag in der Betriebsvereinbarung oder im Tarifvertrag geregelt ist, dass Betriebsferien angeordnet werden dürfen, dann darf der Arbeitgeber auch einen Teil des Jahresurlaubs jetzt für die Zeit der Freistellung als Betriebsferien anordnen. Ist das nicht der Fall und du hast deine Urlaubsplanung für 2020 schon abgeschlossen, darf der Arbeitgeber keinen Urlaub für die Zeit der Freistellung anrechnen. Dann muss das einvernehmlich geschehen - das heißt: Nur wenn auch der Arbeitnehmer damit einverstanden ist.

"Warum haben eigentlich Friseurläden noch offen, wenn sonst alles stillgelegt ist?"

Arbeitsrechtlerin Mareike:

Friseurläden sollen geöffnet bleiben, weil das zur persönlichen Hygiene zählt, die für jeden wichtig ist und weil Friseure besonders hygienisch geschult sind.

Update vom 22.03. aus der Redaktion: Am Sonntag, dem 22.03. haben die Länder und die Bundesregierung neue Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus beschlossen. Hier wurde unter anderem auch festgelegt, dass Friseure jetzt ebenfalls schließen müssen.

"Kann ich als Krankenschwester (Intensivstation) aus der Elternzeit geholt werden, um auszuhelfen?"

Arbeitsrechtlerin Mareike:

Während der Elternzeit ruht das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitgeber. Das heißt, die gegenseitigen Pflichten (als Arbeitnehmerin die Arbeit zu leisten und die des Arbeitgebers das Gehalt zu zahlen) sind ausgesetzt. Nach der derzeitigen Gesetzeslage kannst du auch nicht aus der Elternzeit zurückgeholt werden. Das heißt, auch nicht, wenn du Intensivschwester bist und gebraucht wirst.

"Wie bezahle ich den Lohn meiner Mitarbeiter, wenn mir die Einnahmen wegfallen?"

Arbeitsrechtlerin Mareike:

Wenn du als Arbeitgeber deine Mitarbeiter derzeit nicht beschäftigen kannst, weil du keine Kunden und keine Aufträge hast und dementsprechend deine Mitarbeiter auch nicht bezahlen kannst, dann besteht für dich als Arbeitgeber die Möglichkeit Kurzarbeit anzuordnen und Kurzarbeitergeld zu beantragen. In dem Fall bekommen die Mitarbeiter einen Teil ihres Verdienstausfalls, der dadurch entsteht. Das sind 60% bei Mitarbeitern ohne Kinder, 67% bei Mitarbeitern mit Kindern - das wird dann von der Arbeitsagentur erstattet.

👉 Corona-Fragen zu Reisethemen

Ihr habt uns auch viele Fragen zum Thema "Reisen" geschickt. Wir haben mit Maike gesprochen, sie ist Expertin für Reiserecht und hat eure häufigsten Fragen beantwortet.

"Können wir unseren Camping-Urlaub in Frankreich über Ostern vergessen?"

Reiserechtsexpertin Maike:

Von einem Campingurlaub über Ostern in Frankreich ist zum momentanen Zeitpunkt absolut abzuraten. Man kommt zwar noch über die französische Grenze drüber, es ist aber mit verstärkten Einreisekontrollen zu rechnen. Außerdem muss man bedenken, dass dort eine Ausgangssperre herrscht. Das heißt, man kann dort nichts unternehmen.

Update vom 30.03. aus der Redaktion: Das Auswärtige Amt rät mittlerweile von sämtlichen touristischen Reisen ins Ausland ab, die Bundesregierung warnt dringendst vor jeglicher Art des Reisens. Ohnehin sind mittlerweile zahlreiche Flüge gestrichen worden, mit weiteren drastischen Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr ist zu rechnen. Zahlreiche außereuropäische Länder haben ihre Flughäfen für Maschinen aus Europa gesperrt. 

"Darf man jetzt überhaupt Reisen antreten bzw. buchen?"

Reiserechtsexpertin Maike:

Es ist zwar nicht verboten jetzt noch Reisen anzutreten, man sollte es aber nicht tun. Das Auswärtige Amt warnt ausdrücklich davor, jetzt noch nicht notwendige Reisen ins Ausland vorzunehmen, weil man nicht genau weiß, mit was zu rechnen ist. Es ist damit zu rechnen,

  • dass Einreisebeschränkungen weiter verschärft werden
  • dass es zu landesweiten Quarantänemaßnahmen kommt
  • dass Ausgangssperren verhängt werden

Und man kann nicht sicher sagen, ob man überhaupt zurückkommt. Wenn eine Ausreisesperre verhängt wird, wird es kritisch - und dann sitzt man unter Umständen im Urlaubsland erstmal fest.

Update vom 30.03. aus der Redaktion: Das Auswärtige Amt rät mittlerweile von sämtlichen touristischen Reisen ins Ausland ab, die Bundesregierung warnt dringendst vor jeglicher Art des Reisens. Ohnehin sind mittlerweile zahlreiche Flüge gestrichen worden, mit weiteren drastischen Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr ist zu rechnen. Zahlreiche außereuropäische Länder haben ihre Flughäfen für Maschinen aus Europa gesperrt. 

"Dürfte ich für eine Beerdigung (Familie) zum Beispiel nach Frankreich reisen?"

Reiserechtsexpertin Maike:

Aufgrund der Einreisebeschränkungen wird an der deutsch-französischen Grenze drastisch kontrolliert, wer einreist. Wer ohne triftigen Grund aus Deutschland nach Frankreich einreisen will, der wird abgewiesen und kommt nicht nach Frankreich rein. Wenn jetzt eine Beerdigung im Raum steht, dann ist dies natürlich ein triftiger Grund, sodass man in diesem Fall auch nach Frankreich einreisen darf.

"Kann ich mein Geld zurück erhalten, wenn ich nicht in das Land einreisen darf?"

Reiserechtsexpertin Maike:

Wenn man aufgrund einer Einreisebeschränkung nicht einreisen darf, dann ist dies ein "unvermeidbarer, außergewöhnlicher Umstand", der einen grundsätzlich zur kostenfreien Stornierung der Reise berechtigt. In diesem Fall sollte man sich mit dem Reiseveranstalter auseinandersetzen.

"Mein Flug wurde storniert, es gibt kein Geld zurück. Ist das rechtens?"

Reiserechtsexpertin Maike:

Wenn ein Flug seitens der Fluggesellschaft storniert wurde und es kein Geld zurück gab, dann ist dies nur dann rechtsmäßig, wenn ein "außergewöhnlicher Umstand" vorlag. Ein solcher besteht meiner Auffassung nach nur, wenn momentan tatsächlich ein Einreiseverbot vorliegt. Das wäre zum Beispiel so, wenn man nach Israel einreisen möchte. Dann hat man keine Möglichkeit, seine Ansprüche aus der "EU Fluggastrechteverordnung" geltend zu machen.

"Mein gebuchter Flug soll stattfinden, ich will ihn aber nicht antreten, aber die Airline will mir das Geld nicht erstatten - was soll ich tun?"

Reiserechtsexpertin Maike:

Momentan fallen zwischen 80 und 90 Prozent aller Kurz- und Langstreckenflüge aus. Wie sich die Situation im Mai oder Juni entwickelt, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch niemand sagen. Es ist empfehlenswert erst einmal abzuwarten wie sich die Lage entwickelt, bevor vorschnelle Stornierungen getroffen werden. Wenn die Situation so bleibt, wie sie momentan ist, ist davon auszugehen, dass die Flüge seitens der Fluggesellschaften sowieso storniert werden. Dann hätten die Reisenden auch einen Anspruch auf Erstattung dieser Kosten.

👉 Corona-Fragen zum Thema Sport

„Die Fitnessstudios sind aktuell geschlossen. Muss ich mein Abo trotzdem weiter bezahlen?“

Klaus Hempel aus der SWR-Rechtsredaktion:

Wenn eine vertraglich vereinbarte Leistung nicht angeboten wird, muss man auch nichts zahlen. Solange das Fitnessstudio dicht ist, kann es auch keinen Monatsbeitrag verlangen. Ein Sonderkündigungsrecht wegen Corona dürfte es allerdings nicht geben. Wenn die Coronakrise vorbei ist, kann man das Studio ja wieder nutzen. Viele Studios bieten ihren Kunden für den Zeitraum, in dem sie dicht sind, Gratismonate an, die dann an's Ende des Vertrags gehängt werden. Das könnt ihr gerne machen, denn niemand hat etwas davon, wenn jetzt viele Studios pleite gehen, weil ihnen das Geld ausgeht.

„Gilt das auch für Sportvereine? Oder muss ich den Mitgliedsbeitrag weiter bezahlen, auch wenn ich nicht trainieren kann?“

Klaus Hempel aus der SWR-Rechtsredaktion:

Beim Verein ist man kein Kunde, sondern Mitglied. Das heißt, man zahlt in der Regel nicht für bestimmte Leistungen, sondern um als Mitglied den Verein und den Vereinszweck zu unterstützen. Die Kosten des Vereins laufen ja weiter und als Mitglied hat man eine Verantwortung gegenüber dem Verein. Die meisten Rechtsexperten gehen deshalb davon aus, dass man trotz Corona kein Sonderkündigungsrecht hat, auch wenn die Vereine jetzt bestimmte Aktivitäten nicht mehr anbieten können.

👉 Allgemeine Corona-Fragen

"Darf ich noch meine Oma besuchen?"

Laut des Robert Koch Instituts solltest du darauf momentan verzichten. Menschen ab 50 bis 60 Jahren gehören zur Risikogruppe – dementsprechend vermutlich auch deine Großeltern. Menschen, die zur Risikogruppe gehören und sich mit dem Virus infizieren, haben ein höheres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf, der sogar tödlich enden kann. Solltest du den Virus also in dir tragen (auch ohne, dass du es bisher bemerkt hast) und deine Großeltern anstecken, haben sie dem Virus relativ wenig entgegenzusetzen. Und du willst bestimmt nicht dafür verantwortlich sein, wenn deine Oma oder dein Opa krank werden.

Übrigens: Nicht nur deine Großeltern gehören zur Risikogruppe, sondern auch:

  • Menschen mit Grunderkrankungen wie Herzkreislaufstörungen, Diabetes, Atemwegserkrankungen, Leber-, Niere- oder Krebserkrankungen – unabhängig vom Alter
  • Menschen mit unterdrücktem Immunsystem (also einer Immunschwäche)
  • Menschen, die gewisse Medikamente einnehmen, die die Immunabwehr unterdrücken (wie z.B. Cortison)

"Stimmt der Mythos mit der Fledermaussuppe als Ursprung der Pandemie?"

Was stimmt ist, dass die Fledermaussuppe in manchen asiatischen Ländern als Delikatesse gilt. Was auch stimmt ist, dass die chinesische Seuchenschutzbehörde Wildtiere im Allgemeinen und Schlangen, Ratten und Dachse im Speziellen als Verbreiter des Erregers genannt. Zwar könnten Fledermäuse der „natürliche Wirt“ des Erregers sein, es werden aber laut „Science China Life Science“ verschiedene Zwischenwirte vermutet.

Auch Jonas Schmidt-Chanasit, Virologe am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin, sagt: “Es ist klar, dass dieser Erreger ursprünglich von der Fledermaus kommt".

Auch das Robert Koch Institut schreibt: “Man nimmt an, dass SARS-CoV-2 von Fledermäusen stammt, Zwischenwirte wurden jedoch noch nicht identifiziert. Derzeit wird davon ausgegangen, dass sich die ersten Patienten Anfang Dezember auf einem Markt in Wuhan in der Provinz Hubei, China, angesteckt haben.”

Was also sehr wahrscheinlich nicht stimmt, ist, dass die Fledermaussuppe der einzige Ursprung der Pandemie ist.

"Ist es gefährlich auf einem Spielplatz zu gehen, wenn da keine Kinder sind?"

Diese Frage ist nicht ganz einfach zu beantworten. Spielplätze dürfen aktuell nicht genutzt werden, denn das ist momentan offiziell verboten! Hintergrund sind die beschlossenen Leitlinien von Bund und Ländern, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern.

"Was passiert mit Dönerbuden?"

Bisher durften Dönerbuden noch geöffnet sein. Generell durften alle Restaurants und Speisegaststätten frühestens ab 6:00 Uhr öffnen und mussten spätestens um 18:00 Uhr schließen. Um die Virus-Verbreitung weiter zu minimieren, sollten Restaurants zunächst die Tische weiter auseinander stellen, die Besucherzahl verringern und natürlich die Hygienemaßnahmen einhalten.

Update vom 22.03. aus der Redaktion: Nach einer gemeinsamen Telefonkonferenz der Länder und der Bundesregierung wurde beschlossen, dass Restaurants und Gaststätten geschlossen werden - lediglich die Lieferung und Mitnahme von Speisen soll weiterhin erlaubt sein.

"Wird bald der offizielle Hausarrest für alle kommen?"

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich aber am Sonntagabend mit den Ministerpräsidenten der Länder in einer Telefonkonferenz beraten. Das Ergebnis: Eine "Kontaktsperre" und neue, strengere Maßnahmen - aber kein Verbot, das Haus zu verlassen. Trotzdem kann sich die Situation jederzeit ändern.

Soll heißen: Halten wir uns an die beschlossenen Regeln und schränken unser Leben jetzt ein, kann es sein, dass so eine komplette Ausgangssperre überhaupt nicht notwendig ist. Es liegt also auch in unserer Hand! 😉

"Wen kann ich fragen, wenn KEINE EINZIGE Hotline funktioniert?"

Unter der Woche ist immer dein Hausarzt die erste Anlaufstelle. Hier aber bitte nicht einfach in die Praxis laufen, sondern auch vorher anrufen.

Auch beim Gesundheitsamt deiner Stadt kannst du nachfragen. Außerdem haben viele Städte, Gemeinden und Bundesländer inzwischen ihre eigenen “Corona-Hotlines” eingerichtet.

Die Notfallnummer 116117 soll nur abends und am Wochenende angerufen werden – eben im Notfall, wenn du deinen Arzt nicht mehr erreichst. Wenn du dort anrufst, solltest du das übrigens vom Festnetz aus tun. Wegen überlasteten Call-Centern ist die Notfallnummer nämlich oft nicht vom Handy aus erreichbar.

Offizielle Corona-Hotlines

Baden-Württemberg:
0711 904 39555
Rheinland-Pfalz:
0800 99 00 400

"Wer sagt mir, wann ich in Quarantäne muss?"

Wenn du dich in einem Risikogebiet aufgehalten hast, oder Anzeichen des Virus bemerkst, egal ob du dich in einem Risikogebiet aufgehalten hast oder nicht, solltest du dich bei einem Arzt und/oder dem Gesundheitsamt deiner Stadt melden. Sie werden dich im Zweifel auch in Quarantäne schicken und einen Test anordnen.

"Sind Menschen mit dem Kartagenersyndrom anfälliger für das Virus?"

Mit Kartagenersyndrom gehörst du, wegen deiner Vorerkrankung, zur Risikogruppe – bedeutet, solltest du dich mit dem Virus anstecken, und COVID-19 bei dir ausbrechen, ist die Möglichkeit auf einen schweren Krankheitsverlauf höher. Die Chance auf eine Ansteckung an sich ist aber bei allen Menschen gleich.

"Muss ich wegen Corona meine Hochzeit im Mai absagen?"

Diese Frage kann zum aktuellen Zeitpunkt leider niemand beantworten, da nicht klar ist, wie genau sich der Virus entwickeln wird. Da bleibt nur abwarten, beobachten, wie sich die Lage entwickelt und im Zweifel die Feier verschieben.

"Muss ich als Raucher Angst haben Corona zu kriegen?"

Auch Raucher gehören laut RKI zur Risikogruppe, solltest du dich also anstecken und COVID19 bei dir ausbrechen, kann dein Krankheitsverlauf also schwerer sein. Die Chance auf eine Ansteckung an sich ist aber bei allen Menschen gleich.

"Kann man sich mehrmals hintereinander mit dem Virus anstecken?"

Eine aktuelle Studie mit Rhesusaffen spricht dagegen. Die Tiere haben sich einige Wochen nach einer Infektion resistent gezeigt. Das könnte dafür sprechen, dass sich auch Menschen nicht innerhalb kurzer Zeit mehrmals anstecken können. Laut den chinesischen Forschern sind die Antikörper, die Menschen gegen das neuartige Coronavirus bilden, mit denen der Rhesusaffen vergleichbar. Sie gehen deshalb davon aus, dass sich ihre Studienergebnisse auch auf den Menschen übertragen lassen.

"Was passiert, wenn sich jemand der häuslichen Quarantäne verantwortungslos widersetzt?"

Verwaltungsrechtlerin Sigrid Wienhues hat dazu im Interview mit dem SPIEGEL gesagt:

Wenn jemand sich der Quarantäne widersetzt, darf er zum Beispiel in ein Krankenhaus gebracht und dort festgehalten werden. Und dort darf man alles tun, was erforderlich ist, auch um den ordnungsgemäßen Betrieb der Einrichtung aufrechtzuerhalten. Das heißt, notfalls dürfte man ihn dort sogar im Bett fixieren, wenn er andernfalls auszubrechen droht.

Sigrid Wienhus im Spiegel-Interview

Grund: “Schutzziel des Gesetzes ist eben nicht nur Leben und Gesundheit des Einzelnen, sondern der Schutz der Gemeinschaft vor der weiteren Ausbreitung der Infektion. Dazu gehört auch, die Stabilität unseres Gesundheitssystems zu. (…) In so einem Fall müssen die Interessen des Einzelnen dann zurücktreten.”

"Wie kann ich von zuhause helfen?"

Wie die Frage schon impliziert, machst du schon etwas ganz Wichtiges: Zuhause bleiben! Damit hilfst du schon viel, um die Ausbreitung des Virus wenigstens zu verlangsamen. Wenn du aber noch mehr machen willst, dann kannst du zum Beispiel:

  • Menschen, die zur Risikogruppe gehören, anbieten Einkäufe oder Gassirunden für sie zu erledigen. Und danach Händewaschen nicht vergessen 😉
  • Wenn du einkaufen musst: Hamsterkäufe sind nicht nötig! Niemand braucht einen Vorrat an Klopapier oder Nudeln.
  • Das DRK ruft zu Blutspenden auf. Wenn du Blutspenden willst und kannst, wäre das auch eine gute Möglichkeit zu helfen.
  • Lokale Geschäfte, Restaurants und Bars mussten schließen oder dürfen ihr Essen jetzt nur noch liefern bzw. zum Abholen anbieten. Wenn du sowieso online was shoppen musst, check doch aus, ob du ein lokales Geschäft deines Vertrauens auch mit einer Onlinebestellung unterstützen kannst.
  • Auch Kinos sind von diesen Schließungen betroffen. Wenn du dein lokales Kino unterstützen und nebenbei auch noch coole Filme zuhause streamen willst, dann check doch mal die Website Kino on Demand.
  • Ruf deine Oma und deinen Opa einfach mal wieder an! Soziale Kontakte sollten sie im Moment ja sonst meiden und vielleicht brauchen sie gerade jetzt ein offenes Ohr für Sorgen. ❤️
Für euch da #zusammenhalten (Foto: DASDING)